OHB: Berenberg setzt auf Bundeswehr-Satelliten

Symbolbild, KI-generiert

Der Kursrückgang erfolgte ohne bekannten negativen Unternehmensauslöser; zugleich meldete OHB eine Beteiligung und prüft Kooperationen.

Auf einen Blick:
  • OHB-Aktie verliert am Freitag 9,9 Prozent
  • Jefferies und Berenberg bekräftigen Kaufurteile
  • 25-Prozent-Einstieg bei MediaMobil vereinbart
  • OHB und Astroscale prüfen mögliche Kooperationen

OHB verlor am Freitag im schwachen Umfeld für Technologiewerte 9,9%. Medienberichten zufolge kamen Gewinnmitnahmen oder eine technische Korrektur nach dem starken Lauf als mögliche Erklärung infrage; ein konkreter negativer Unternehmensauslöser wurde nicht genannt.

Analysten bestätigen Kaufempfehlungen

Jefferies bestätigte am Donnerstag die Kaufempfehlung für OHB und das Kursziel von 280 Euro vor den Zahlen zum dritten Quartal. Analystin Chloe Lemarie erwartete eine Fortsetzung der positiven Trends aus dem ersten Halbjahr. Nach ihrer Einschätzung könnte OHB die Jahresziele erreichen.

Berenberg bestätigte am Dienstag ebenfalls seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 358 Euro. Analyst Michael Filatov wertete Aussagen eines Bundeswehrkommandeurs zu Deutschlands militärischen Weltraumplänen als Bestätigung des Wechsels zu militärischen Projekten. Die größte Chance sah er im künftigen satellitengestützten Kommunikationssystem der Bundeswehr.

Beteiligung und mögliche Kooperation

OHB vereinbarte nach eigenen Angaben am 26. Oktober den Erwerb einer Beteiligung von 25 Prozent an MediaMobil Communication. Der Einstieg soll im Zuge einer Kapitalerhöhung erfolgen und ist Teil einer strategischen Partnerschaft. Einen Kaufpreis bezifferte OHB in der Mitteilung nicht.

Am Mittwoch unterzeichneten OHB und Astroscale Holdings zudem eine Absichtserklärung. Laut OHB wollen die Unternehmen mögliche Kooperationen bei Weltraumsicherheit, Weltraumlageerfassung und Dienstleistungen im Orbit prüfen. Konkrete Projekte oder Auftragsvolumina nannte die Mitteilung nicht.

OHB Digital Connect schloss am 22. Oktober das EU-Projekt Eu-BEST ab. Nach Unternehmensangaben waren zuvor der Aufbau und die finale Abnahme eines Prüfstands für Raketentriebwerke am Standort Mainz erfolgt. Das Projekt erhielt 4,96 Millionen Euro Förderung aus Horizon Europe.

Als nächster Finanztermin ist für den 12. November 2026 die Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts zum dritten Quartal 2026 angekündigt.

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