OHB-Aktie: Was für Kursschwankungen!

Die enormen Kursschwankungen der OHB-Aktie gehen auch zum Wochenauftakt weiter. Wann beruhigt sich der Kurs des deutschen Raumfahrtunternehmens wieder?

Auf einen Blick:
  • Unsicherheit rund um Großauftrag der Bundeswehr für Satellitennetz
  • Bildung eines erfolgreichen Konsortiums mit Rheinmetall fraglich
  • Ebenso fraglich ist, wie viel Umsatz und Gewinn bei OHB verbleiben

Zuletzt verging fast kein Tag, an dem die OHB-Aktie keine zweistelligen Kursänderung nach oben oder unten machte. Und auch zum Auftakt der neuen Handelswoche setzt sich die enorme Volatilität des deutschen Raumfahrttitels fort. Die OHB-Aktie verliert am Montagvormittag über zehn Prozent. Warum beruhigt sich der Aktienkurs des Satelliten- und Raketenherstellers denn nicht?

Gewinner oder Verlierer?

Es ist die gewaltige Unsicherheit rund um den möglicherweise größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte von OHB. Es geht um nicht weniger als ein Volumen von zehn Milliarden Euro.

Bereits im Februar will die Bundeswehr die Ausschreibung für die nächste Stufe ihrer Satelliten-Kommunikationsinfrastruktur starten. Um eine Chance bei dieser Ausschreibung zu haben, will sich OHB mit dem deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall zusammentun.

Ob die beiden Unternehmen erfolgreich ein Konsortium bilden können, steht noch nicht fest. Genauso wenig steht fest, wie gut ihre Chancen bei der Bundeswehr-Ausschreibung stehen.

Mit Airbus und seinen Partnerunternehmen haben sie nämlich einen ganz schweren Gegner vor der Brust. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern hat die letzte Stufe der Satelliten-Kommunikationsinfrastruktur der Bundeswehr ausgebaut. Man kann also von einem gewissen Startvorteil für Airbus ausgehen.

Wie viel bleibt bei OHB hängen?

Für Anleger macht das die Bewertung der OHB-Aktie momentan extrem schwierig. Von den zehn Milliarden Euro Auftragsvolumen wird selbstverständlich ein Gutteil an Rheinmetall gehen.

Hinzu kommt die Frage, wie profitable der Auftrag überhaupt für OHB sein wird. Großaufträge für staatliche Kunden erweisen sich nicht selten als Verlustbringer.

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