OHB-Aktie: Ist die Talfahrt beendet?

Der OHB-Aktienkurs ist in den letzten Wochen um rund 50 Prozent gefallen. Der geringe Streubesitz und der Rückzug des Investors KKR sorgte für Verkaufsdruck.

Auf einen Blick:
  • Kurssturz um fast 50 Prozent
  • Geringer Streubesitz von 5,7 Prozent
  • KKR zieht sich aus dem Unternehmen zurück
  • 50-Tage-Linie als wichtige Marke

Die Aktie des deutschen Luft- und Raumfahrtunternehmens OHB hat in den letzten Wochen deutlich gegenüber ihrem in der zweiten Maihälfte aufgestellten Rekordhoch bei 685 Euro korrigiert. Am vergangenen Donnerstag sackte der Kurs im Tief bis auf 344,50 Euro ab – das entsprach einem Kursrückgang von fast 50 Prozent innerhalb von zwei Wochen.

Hier kauft man hohe Volatilität

Eine derart hohe Volatilität ist bei dieser Aktie nichts Ungewöhnliches, da der Streubesitz bei OHB bei 5,7 Prozent liegt, was für einen engen Markt und mangelnde Liquidität sorgt. In einem solchen Fall genügen bereits kleine Kauf- und Verkaufsorders, um Angebot und Nachfrage aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dies führt zu extremen Kurssprüngen in die eine oder andere Richtung.

OHB Aktie Chart

Allerdings ändert sich derzeit die Aktionärsstruktur. Der Finanzinvestor KKR, der zuletzt rund 29 Prozent der Anteile hielt, zieht sich aus dem Unternehmen zurück. Durch angekündigte Kapitalmaßnahmen im Rahmen eines „Re-IPOs“ soll der Streubesitz-Anteil im Juni auf ca. 20 bis 26 Prozent ausgeweitet werden.

50-Tage-Linie im Fokus

Aus technischer Sicht sollten Anleger die 50-Tage-Linie (SMA50) im Auge behalten. Sie erwies sich in früheren Abschwüngen wiederholt als Rücklaufziel und Ausgangspunkt neuer Rallye-Bewegungen.

Vor diesem Hintergrund könnte das aktuelle Niveau eine gute Einstiegsbasis darstellen. Fällt die Aufwärtswelle ähnlich stark aus wie die beiden vorangegangenen Bewegungen, könnte es für die Aktie sogar in Richtung 1.000 Euro hinaufgehen.

Wie geht es für die OHB-Aktie weiter?

Kritisch wäre hingegen ein Bruch der 50-Tage-Linie (SMA50) zu werten. In diesem Fall könnten sich die Korrekturen bis zur zentralen Unterstützung im Bereich der 200-Euro-Marke ausdehnen. Hier verläuft auch die 200-Tage-Linie (SMA200).

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