Den entscheidenden Impuls lieferte am 26. Januar eine Ad-hoc-Mitteilung nach Artikel 17 MAR. Darin bestätigte OHB erstmals offiziell laufende Gespräche mit Rheinmetall über eine mögliche Kooperation bei öffentlichen Ausschreibungen. Hintergrund waren zuvor kursierende Medienberichte über ein gemeinsames Angebot im Rahmen von SATCOMBw Stufe 4, einem militärischen LEO-Satellitenprojekt für die Bundeswehr. Diese Nachricht reichte aus, um den Markt deutlich nach oben zu treiben.
Zusätzliche Substanz lieferte nur wenige Tage zuvor eine Vertragsmeldung aus dem zivilen Raumfahrtgeschäft. Am 22. Januar wurde bekannt, dass OHB als Prime Contractor einen Phase-B2-Vertrag über 16,5 Millionen Euro von Thales Alenia Space erhalten hat.
Am Capital Market Day hatte das Management zudem die Erwartungen für die Jahre 2026 und 2027 angehoben und ein Bild kontinuierlichen Umsatz- und Margenwachstums bis 2028 gezeichnet. Besonders hervorgehoben wurde dabei der Auftragseingang. Mittelfristig strebt das Unternehmen einen jährlichen Auftragseingang von rund 3 Milliarden Euro an. Als zentrale Wachstumstreiber wurden ESA-Programme, EU- und nationale Budgets sowie insbesondere der Bereich Defense Space genannt.
OHB Aktie Chart
Langfristiger Trend bestätigt sich erneut
Die OHB-Aktie wirkt im Chart aktuell nahezu losgelöst. Wer hier noch nicht positioniert ist, sollte zunächst auf einen Rücklauf warten, da man sonst auf dem aktuellen Hoch kaufen würde. Der nächste Anhaltspunkt auf der Unterseite liegt an den vorherigen Hochs zwischen 170 und 195 Euro. In diesem Bereich könnte sich im Sinne einer Unterstützungszone eine erneute Aufwärtsbewegung entwickeln.
Mit dieser Stärke im Chart würde ich grundsätzlich auf Rücksetzer achten und Geduld mitbringen, da sie in einem intakten Longtrend immer wieder gute Chancen bieten können. Entscheidend ist dabei, dass die Tiefs bei 95 Euro nicht unterschritten werden. Ein Bruch dieser Marke würde auch einen Bruch des übergeordneten Trends bedeuten.
Ihr Konrad
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