OHB-Aktie: Nur Gewinnmitnahmen?

Nach einer tagelangen Rallye bricht der Kurs der OHB-Aktie am Mittwoch um über 20 Prozent ein.  Sind es nur Gewinnmitnahmen oder gibt es schlechte Nachrichten?

Auf einen Blick:
  • Gespräche mit Rheinmetall über Konsortium
  • Aufbau von Satellitenkommunikation für Bundeswehr
  • Starke Konkurrenz durch Airbus und Partner

Die Kursentwicklung der OHB-Aktie lässt einen dieser Tage den Atem stocken. Nachdem sich der Kurs des deutschen Raumfahrtunternehmens innerhalb von nur fünf Tagen mehr als verdoppelt hat, rauscht er am Mittwoch um mehr als 20 Prozent in die Tiefe. Sind es nur Gewinnmitnahmen oder gibt es schlechte Nachrichten von OHB?

Große Fantasie

Es handelt sich tatsächlich um Gewinnmitnahmen, denn Neuigkeiten vom Unternehmen selbst gibt es nicht. Man kann es OHB-Aktionären auch nicht verdenken, ihre Kursgewinne in trockene Tücher zu bringen, schließlich hat sich der Wert des Raumfahrtunternehmens innerhalb von nur vier Monaten vervierfacht.

Der letzte Kurstreiber für die OHB-Aktie war die Nachricht zum Wochenbeginn, dass Gespräche zwischen den Bremern und dem Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall über die Bildung eines Konsortiums für einen Auftrag zum Aufbau einer deutschen Weltrauminfrastruktur laufen.

Konkret geht es um das Projekt „SATCOMBw Stufe 4“, mit dem Panzer, Schiffe und Infanterieeinheiten über Satellitenkommunikation miteinander vernetzt werden sollen. Das Vorhaben könnte einen Auftragswert von bis zu zehn Milliarden Euro haben. Dementsprechend groß ist die Fantasie der Börse.

Aber große Konkurrenz

Die Bundeswehr plant offenbar, die Ausschreibung für den Satellitenauftrag bereits im Februar zu starten. Aber Rheinmetall und OHB werden dabei starke Konkurrenz bekommen, denn auch Airbus wird sich mit Partnern darum bewerben.

Anleger müssen auch weiterhin mit einer sehr hohen Volatilität der OHB-Aktie rechnen. Ein Verlust eines Großauftrags wie der besagte könnte den Aktienkurs massiv einbrechen lassen.

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