Wer dachte, mit dem gestrigen Kursrückgang wäre die atemberaubende Kursrallye der OHB-Aktie endgültig zu Ende, hat sich mal wieder gründlich getäuscht. Am Donnerstagvormittag springt die Aktie des deutschen Raumfahrtunternehmens ein weiteres Mal um über 15 Prozent in die Höhe und klettert auf das nächste Allzeithoch. Warum ist diese Kursrakete momentan nicht zu stoppen?
Der nächste Auftrag
Auslöser des heutigen Kursanstiegs der OHB-Aktie ist die Nachricht, dass das Bremer Unternehmen die Ausschreibung der Europäischen Weltraumorganisation für das Scout-Programm „SOVA-S“ gewonnen hat. OHB wird hierbei die Federführung für ein neues Satellitenprojekt zur Erforschung der Erdatmosphäre und des Weltraumwetters übernehmen. Das bringt nicht nur direkt frisches Geld, sondern bestätigt einmal mehr die starke Marktposition bei wissenschaftlichen Staatsaufträgen.
Das Kürzel des Programms steht für „Satellite Observation of waVes in the Atmosphere – Scout“. Der Satellit soll atmosphärische Schwerewellen in der oberen Mesosphäre und der unteren Thermosphäre untersuchen – also in einer extremen Höhe von etwa 80 bis 120 Kilometern. Diese Wellen transportieren gigantische Energiemengen aus den unteren Luftschichten nach oben und beeinflussen das globale Wetter- und Klimasystem massiv.
Mit den Daten sollen Klimamodelle drastisch präzisiert und die Vorhersage von Extremwetterereignissen verbessert werden. Zudem helfen die Daten, die Genauigkeit von GNSS-Satellitennavigation (wie GPS oder Galileo) für die Luftfahrt zu optimieren, da Störungen in der Ionosphäre besser berechnet werden können.
Ein straffes Programm
Das Projekt läuft im Rahmen des FutureEO-Programms der ESA unter der Kategorie „Scout-Missionen“. Das bedeutet extrem straffe Vorgaben. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Konsolidierungsphase im März folgt nun die Vorbereitung für die finale Implementierungsphase (Start im Januar 2027). Der Bau soll schnell voranschreiten. Der Start des Satelliten in den Orbit ist für 2030 geplant.
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