Die Aktie des deutschen Raumfahrtunternehmens OHB gerät weiter unter Abgabedruck. Am Donnerstag raucht der Kurs um mehr als 14 Prozent in die Tiefe und markiert bei 308,50 Euro den niedrigsten Stand seit rund sechs Wochen. Damit ist die massive Rallye, die von Ende April bis zum 21. Mai zu einem Anstieg von knapp 160 Prozent führte, zu einem großen Teil wieder rückabgewickelt worden.
Bezugsrechtshandel gestartet
Grund für den Kursrutsch der OHB-Aktie ist der heute gestartete Bezugsrechtshandel für die geplante Kapitalerhöhung des Sattelitenbauers. Mit der Abspaltung des Bezugsrechts am Tag der jungen Aktienemission sinkt der Kurs der alten Aktie rein optisch. Der Handel mit den Bezugsrechten ist noch bis zum 03. Juli möglich.
Im Zuge dessen rutscht die Aktie deutlich unter die 50-Tage-Linie (SMA50), die in den vergangenen Wochen noch einen Halt geboten hatte. Auf der Unterseite rückt nun die psychologisch wichtige Marke von 300 Euro in den Fokus. Aus Sicht der Bullen stellt sie die nächste Möglichkeit für einen Turnaround dar.
Hier liegen weitere Unterstützungen
Bleibt die erhoffte Bodenbildung aus, könnten sich die Korrekturen in Richtung der 200-Tage-Linie (SMA200) ausdehnen, die aktuell bei 221,50 Euro angesiedelt ist. Ein noch tieferer Rutsch würde den Support bei 194/203 Euro ins Blickfeld rücken.
Für die Käufer geht darum, dass entstandene Gap schnellstmöglich wieder zu schließen. Hierzu müsste der Kurs bis auf 366 Euro steigen. Um eine neue Aufwärtswelle in Gang zu setzen, gilt es aber auch die 50-Tage-Linie zurückerobern. Sie verläuft aktuell bei 386,60 Euro.
Ist die Aktie technisch überverkauft?
Der Relative-Stärke-Index (RSI) befindet sich nach der rasanten Talfahrt mit 40 Punkten zwar weiter im neutralen Bereich, aber auf dem niedrigsten Niveau seit September 2025. Auch das könnte für neues Kaufinteresse sorgen.
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