OHB-Aktie: Kriegen Anleger kalte Füße?

Die OHB-Aktie setzt ihren schleichenden Kursrückgang der letzten Tage am Montagvormittag mit einem Verlust von fast 5% fort. Was drückt auf den Kurs des Raumfahrtunternehmens?

Auf einen Blick:
  • KUV von 5 und KCV von 30 sehr ambitioniert
  • Unklarheit über Konsortiumbildung mit Rheinmetall
  • Analysten sehen kein weiteres Potenzial für Aktie

Die OHB-Aktie setzt ihren schleichenden Kursrückgang der letzten Tage am Montagvormittag mit einem Verlust von fast fünf Prozent fort. Was drückt auf den Kurs des deutschen Raumfahrtunternehmens?

Die Bewertung ist ambitioniert

Aktuelle Nachrichten von OHB, die den jüngsten Kursrückgang rechtfertigen könnten, gibt es nicht. Vielmehr ist es die sehr hohe Bewertung der OHB-Aktie, die viele Anleger offenbar zum Nachdenken anregt.

Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund fünf und einem Kurs-Cashflow-Verhältnis von 30 ist die OHB-Aktie nach ihrer jüngster Kursrallye extrem ambitioniert bewertet. Das Bremer Raumfahrtunternehmen muss erst in den kommenden Quartalen, besser gesagt Jahren beweisen, dass es sein Geld wert ist.

Das durchschnittliche Kursziel der OHB-Aktie liegt derzeit bei 260 Euro. Das bedeutet, dass selbst Experten derzeit so gut wie kein Potenzial für den Raumfahrttitel sehen.

Das wird der große Kurskatalysator

Der große Kurskatalysator für die OHB-Aktie wird in den kommenden Wochen die geplante Zusammenarbeit mit dem Rheinmetall-Konzern. OHB und Rheinmetall wollen ein Konsortium bilden, um bei der Ausschreibung des Verteidigungsministeriums für die nächste Generation des Satellitennetzwerks der Bundeswehr mitzuwirken.

Sollte es nicht zur Bildung dieses Konsortiums kommen oder es bei der Auftragsvergabe dem Mitbewerber Airbus und seinen Partnern unterliegen, dürfte das die OHB-Aktie mit einem massiven Kursrückschlag quittieren. Anleger sollten sich dieses Risikos bewusst sein. Sie kaufen ein sehr hohe bewertetes Unternehmen mit einem gewissermaßen digitalen Risiko.

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