Ölpreis: Die Woche der Entscheidung?

Der Ölpreis bleibt hoch, während die auslaufende Waffenruhe im Iran-Konflikt eine Richtungsentscheidung für den Energiemarkt bringen könnte.

Auf einen Blick:
  • Waffenruhe im Iran-Konflikt läuft bald aus
  • USA äußern sich optimistisch über möglichen Deal
  • Markt erwartet eher eine Entspannung der Lage
  • Weitere Eskalation könnte Ölpreise deutlich treiben

Am Dienstagvormittag ging es für den Ölpreis auf weiterhin hohem Niveau wieder etwas nach unten. So fiel die US-Sorte WTI um 0,4 % auf rund 87 Dollar pro Barrel. Das 1-Monats-Minus vergrößerte sich dadurch leicht auf -11,4 %, während das 3-Monats-Plus auf +43,7 % marginal abnahm (Stand: 21.04.2026, 9:00 Uhr).

Ölpreis, Iran-Krieg: Washington zeigt sich optimistisch

Noch immer sind die Entwicklungen in Nahost der bestimmende Faktor für die Ölpreise. Und noch immer ist es völlig unklar, ob, wie und wann es einen dauerhaften Frieden zwischen den USA/Israel und dem Iran geben kann.

Das Weiße Haus bemüht sich derweil erneut, Feuer aus dem Kessel zu nehmen, wohl auch um die Börsen zu beruhigen. So zeigte sich Trumps Sprecherin Karoline Leavitt im Gespräch mit Fox News davon überzeugt, dass ein „echt guter Deal“ zustandekommen könnte. Tatsächlich stünden die USA kurz vor einer Einigung, beteuerte die Sprecherin.

So oder so ähnlich hatte sich das Weiße Haus in den letzten Wochen immer wieder geäußert – einen belastbaren Deal mit dem Iran gab es bisher jedoch nicht. Teheran selbst gab sich zuletzt kämpferisch und zeigte sich zumindest nach außen hin kaum kompromissbereit.

Ölpreis: Waffenruhe läuft bald aus – Fragezeichen bleiben

Die Zeit jedenfalls rennt. Am Mittwochabend Ostküstenzeit läuft die vor zwei Wochen vereinbarte Waffenruhe aus. Entsprechend droht Trump aktuell erneut mit neuen militärischen Schlägen. Das es jedoch so weit kommen würde, halten einige Experten für zweifelhaft, hatte das wochenlange Bombardement der USA und Israel den Iran letztendlich doch nicht in die Knie gezwungen und stattdessen eine internationale Energiekrise initialisiert.

Und so bleibt es abzuwarten, ob sich der globale Energiemarkt bald sukzessive erholen kann, was angesichts der zeitverzögerten Effekte auf den physischen Markt ohnehin etliche Wochen in Anspruch nehmen würde. Die Alternative wäre eine weitere Eskalation und eine länger anhaltende Energiekrise. In diesem Falle könnten die Ölpreise noch deutlicher steigen – wohl weit über die 100- oder gar 150-USD-Schwelle hinaus.

Ölpreis: Richtungsentscheidung könnte anstehen

Dass die Ölpreise in den letzten Wochen unterm Strich eher seitwärts mit Tendenz nach unten liefen, zeigt, dass der Markt eher eine Entspannung erwartet. Die nächsten Tagen könnten hierzu Klarheit liefern und die kommende Entwicklung verfestigen.

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