Die Ölpreise gaben nach, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran zuletzt wieder etwas abschwächten. US-Präsident Donald Trump milderte seine Rhetorik, wodurch die zuvor eingepreiste Risikoprämie für einen möglichen Militärschlag weitgehend aus den Preisen fiel. Ist dieser Rückgang nachhaltig? Die Antwort hängt vor allem von Angebotssignalen und möglichen weiteren politischen Entwicklungen ab.
Warum die Preise fallen
Die unmittelbare Reaktion der Märkte folgte auf Trumps abgeschwächte Aussagen zum Iran; die Angst vor akuten Lieferunterbrechungen verlor damit an Gewicht. Händler nahmen die Risikoprämie schnell heraus, was den deutlichen Rücksetzer am Donnerstag erklärt. Auf Wochensicht notiert Brent dennoch auf einem moderaten Plus und steuert auf eine mögliche vierte Gewinnwoche in Folge zu — das Gefüge bleibt also zwiespältig.
Die aktuelle Bewegung ist somit weniger ein Zeichen fundamentaler Nachfrageänderungen als eine Bereinigung geopolitischer Unsicherheit. Technisch wirkt der 50-Tage-Durchschnitt als kurzfristige Orientierung; er liegt nahe bei 62,6 USD und bietet aktuell eine erste Unterstützung.
Brent Crude Oil Chart
Ausblick: Überangebot als richtungsweisender Faktor
Die EIA rechnet damit, dass die globale Flüssigbrennstoffproduktion 2026 die Nachfrage übertreffen wird und sieht deshalb ein Brent-Jahresmittel von rund 56 USD. Ein Aufbau der Lagerbestände bleibt damit wahrscheinlich. Zudem könnte eine Lockerung der Sanktionen gegen Venezuela zusätzlichen Abwärtsdruck erzeugen. Zwar dürfte die US-Bohraktivität nach Einschätzung der Behörde leicht zurückgehen, doch dieser Effekt reicht offenbar nicht aus, um das erwartete Überangebot vollständig auszugleichen.
Konkret lässt sich festhalten: Solange die Angebotsseite Überhangsignale sendet und keine neue geopolitische Risikoprämie entsteht, dürfte der Abwärtsdruck bestehen bleiben. Hält die kurzfristige Unterstützung bei rund 62,6 USD, ist eine Stabilisierung möglich; fällt diese Marke, wäre ein Test der Nähe zum 52-Wochen-Tief um 60 USD denkbar. Sollte sich die geopolitische Lage erneut verschärfen, könnten hingegen kurzfristige Preisaufschläge zurückkehren.
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