Die Ölmärkte erlebten in dieser Woche erhebliche Bewegungen. Brent-Öl legte um 8,7 Prozent zu und schloss bei 112,19 Dollar pro Barrel – der höchste Wert seit Juli 2022. Im Gegensatz dazu verlor US-Öl der Sorte WTI 0,4 Prozent und notierte bei 98,32 Dollar. Die Divergenz zwischen den beiden Sorten erreichte damit den größten Abstand seit mehr als einem Jahrzehnt.
Der Preisanstieg bei Brent wurde durch mehrere Faktoren befeuert. Der Irak hat offiziell erklärt, dass er seine vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den ausländischen Ölkonzernen vorerst nicht erfüllen kann, weil „höhere Gewalt“ vorliegt. Gleichzeitig kündigte das Pentagon an, bis zu 2.500 Marines der USS Boxer-Einsatzgruppe in die Region zu entsenden – die zweite größere Verlegung innerhalb einer Woche.
Brent Rohöl Chart
Straße von Hormus im Fokus der Märkte
Die anhaltenden Störungen im Persischen Golf sorgen für Unsicherheit. Rebecca Babin von CIBC Private Wealth beschrieb die Woche als „volatil und schlagzeilengetrieben“. Sie verwies auf die verschärfte Rhetorik aus Iran und begrenzte Hinweise auf Ölflüsse durch die Straße von Hormus. Unbestätigte Berichte über mögliche Gefährdungen der Insel Kharg, einem wichtigen Exportknotenpunkt, verstärkten die Nervosität.
Analysten von RBC Capital Markets warnen vor einer zusätzlichen Eskalation. Sie spekulieren, ob die Huthi-Miliz in den Konflikt eingreifen könnte. Dies würde die alternative Exportroute durch das Rote Meer gefährden, die Saudi-Arabien und andere Länder als Ersatz zur Straße von Hormus nutzen könnten. Anders als 2019 hielten sich die Huthis bislang zurück.
Energieaktien profitieren von steigenden Preisen
Die Turbulenzen am Ölmarkt spiegelten sich direkt in den Aktienkursen wider. Zahlreiche Energiewerte erreichten am Freitag neue 52-Wochen-Hochs, darunter Chevron, ExxonMobil, ConocoPhillips und Occidental Petroleum. Auch Dienstleister wie Halliburton verzeichneten deutliche Zugewinne.
Neben Rohöl stiegen auch die Preise für Raffinerieprodukte kräftig. Diesel legte um 14,8 Prozent zu und erreichte den höchsten Stand seit April 2022. Benzin gewann 8 Prozent. Europäisches Erdgas verteuerte sich um rund 20 Prozent, nachdem Katar Schäden an der weltgrößten LNG-Anlage meldete.
Präsident Trump äußerte sich nach Handelsschluss auf Truth Social und deutete an, die militärischen Bemühungen im Nahen Osten könnten bald zurückgefahren werden. Wie sich diese Aussage auf die Märkte auswirken wird, bleibt abzuwarten. Die Preisdynamik dürfte vorerst von den tatsächlichen Entwicklungen in der Region abhängen, nicht von bloßen Ankündigungen.
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