Ocugen hat heute die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt und gleichzeitig entscheidende Fortschritte in seiner klinischen Pipeline gemeldet. Im Zentrum steht die Genehmigung der US-Gesundheitsbehörde FDA für den Start einer entscheidenden Phase-III-Studie. Das Unternehmen bereitet zudem mehrere Zulassungsanträge für die kommenden Jahre vor.
Startschuss für Phase-III-Studie ArMaDa-3
Die FDA hat die Freigabe für die klinische Studie ArMaDa-3 erteilt, in der ein Wirkstoff zur Behandlung der geografischen Atrophie untersucht wird. Das Programm soll im nächsten Monat beginnen und umfasst 237 Patienten. Als primärer Endpunkt dient die statistische Veränderung der betroffenen Läsionsfläche über einen Beobachtungszeitraum von zwölf Monaten.
Frühere Daten aus den ersten beiden Studienphasen zeigten laut Unternehmensangaben bereits eine Reduktion des Läsionswachstums um knapp ein Drittel. Parallel dazu gab das Management bekannt, dass die Rekrutierung für eine weitere Untersuchung mit 63 Teilnehmern abgeschlossen ist. Hier werden erste Zwischenergebnisse bereits für das laufende dritte Quartal erwartet.
Strategische Anpassung der Zulassungsanträge
Im Zuge der Quartalsberichterstattung konkretisierte Ocugen den Zeitplan für seinen Hoffnungsträger OCU400. Der ursprünglich für das laufende Jahr geplante rollierende Zulassungsantrag wurde neu terminiert. Da die Behörden zunächst weitere Daten fordern, wird dieser Meilenstein nun für den Beginn des nächsten Jahres erwartet.
Das Unternehmen verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2028 insgesamt drei Zulassungsanträge bei den Behörden einzureichen. Trotz dieser operativen Fortschritte bleibt die finanzielle Lage angespannt. Zwar konnte die Cash-Position zum Ende des letzten Quartals auf 100,4 Millionen US-Dollar gesteigert werden, doch die Verluste weiteten sich zuletzt aus.
Finanzierung und Marktreaktion
Der Nettoverlust im abgelaufenen Vierteljahr erhöhte sich auf 24,9 Millionen US-Dollar, während das Minus im Vorjahreszeitraum noch bei 14,7 Millionen US-Dollar gelegen hatte. Um den Handlungsspielraum zu erhöhen, hat das Unternehmen für den 21. September eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Dabei sollen die Aktionäre über eine Erhöhung der Anzahl der genehmigten Aktien abstimmen.
An der Börse wurde die Nachricht über die klinischen Fortschritte heute positiv aufgenommen. Das Papier legte deutlich zu und notiert aktuell bei 1,12 Euro, was einem Plus von 7,27 Prozent entspricht. Damit liegt der Kurs derzeit rund 40,11 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief.
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