OCI Aktie: NNS-Übernahme läuft planmäßig weiter

Symbolbild, KI-generiert

Nach der Gerichtsentscheidung setzt OCI das NNS-Angebotsverfahren fort; Aktionäre beraten am 30. Oktober über weitere Transaktionsschritte.

Auf einen Blick:
  • Gericht lehnt VEB-Prüfungsantrag ab
  • Rund 18.000 Euro Verfahrenskosten auferlegt
  • NNS bietet 4,10 Euro je Aktie
  • Hauptversammlung für 30. Oktober angesetzt

Bei OCI laufen die Vorbereitungen für die anstehende außerordentliche Hauptversammlung nach juristischen Klärungen nach Plan weiter. Am Freitag schloss die Aktie an der Börse bei 4,12 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit ein Plus von 36 Prozent und bewegt sich dicht am Barangebot des Großaktionärs.

Gerichtliche Klärung für den Übernahmezeitplan

Vor rund einem Monat hatte NNS Holding (Cyprus) Limited ein freiwilliges Barangebot für OCI vorgelegt. Geboten werden 4,10 Euro je Aktie cum Dividende, die Annahmefrist begann am 15. September. Dieser Schritt stieß bei Teilen der Minderheitsaktionäre auf Widerspruch.

Eine juristische Blockade blieb jedoch aus. Die Unternehmenskammer des Berufungsgerichts Amsterdam wies am Mittwoch den Antrag der niederländischen Kleinanlegervereinigung VEB und weiterer Aktionäre auf eine offizielle Untersuchung der Unternehmensführung ab. Das Gericht lehnte eine solche Prüfung ab und verpflichtete die Vereinigung VEB sowie den Kläger Smits zur Übernahme administrativer Kosten in Höhe von insgesamt rund 18.000 Euro.

Zudem legte das Gericht fest, dass die Mandate der gerichtlich bestellten Übergangsdirektoren am 1. Januar 2027 enden. OCI betonte im Anschluss an die Entscheidung, dass das Übernahmeverfahren der NNS Holding planmäßig fortgesetzt wird.

Diskussion über Bedingungen und Steuerfragen

Bereits am Dienstag hatte OCI eine vorherige Korrespondenz mit der Kleinanlegervereinigung öffentlich gemacht. Der Briefwechsel, bestehend aus einem Schreiben der VEB vom 18. September und der Entgegnung von OCI vom 1. Oktober, betraf zentrale Regelungen des Angebotsprospekts.

Thematisiert wurden dabei unter anderem Verzichtserklärungen andienender Aktionäre sowie die Handhabung der niederländischen Dividendenquellensteuer. Darüber hinaus ging es um die noch offenen Vollzugsbedingungen für die geplante Unternehmenstransaktion zwischen OCI und Orascom Construction. OCI trat den Bedenken mit Verweis auf die bestehende Dokumentation entgegen.

Weichenstellung auf der Hauptversammlung

Mit der gerichtlichen Entscheidung liegt der Fokus der Anteilseigner nun auf der Versammlung zum Monatsende. OCI hält an dem veröffentlichten Zeitplan fest, wonach die außerordentliche Hauptversammlung am 30. Oktober 2026 zusammentritt. Dort stimmen die Aktionäre über die nächsten Schritte der geplanten Transaktionen ab.

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