Nvidia-Direktor Mark A. Stevens hat innerhalb weniger Tage Aktienpakete im Gesamtwert von rund 646 Millionen Dollar veräußert. Zwischen dem 31. August und dem 4. September trennte sich Stevens in mehreren Tranchen von Nvidia-Papieren, wie aus SEC-Meldungen hervorgeht.
Allein zwischen dem 31. August und dem 2. September wechselten 1.848.501 Aktien zu Preisen zwischen 220,06 und 226,27 Dollar den Besitzer, was einem Volumen von etwa 410,8 Millionen Dollar entspricht. Wenige Tage später, am 3. und 4. September, folgten weitere Verkäufe im Umfang von rund 235,6 Millionen Dollar zu Kursen zwischen 227,70 und 234,00 Dollar.
Verkäufe fallen in turbulente Übernahmewoche
Die Transaktionen ereigneten sich in einer Phase, in der Nvidia mit der milliardenschweren Übernahme von Hugging Face für Schlagzeilen sorgte. Der Chiphersteller hatte am 2. September eine endgültige Vereinbarung zum Erwerb der KI-Plattform unterzeichnet.
Nvidia zahlt den Hugging-Face-Aktionären 11,9 Milliarden Dollar in bar, hinzu kommt eine Milliarde Dollar in Aktien, um Mitarbeiter des Unternehmens zu binden. Der Abschluss der Transaktion wird für die erste Hälfte des kommenden Jahres erwartet.
Insider-Verkäufe dieser Größenordnung werfen bei Anlegern regelmäßig Fragen auf, auch wenn sie oft im Rahmen vorab festgelegter Verkaufspläne erfolgen und keine unmittelbare Aussage über die Geschäftsaussichten des Unternehmens treffen. Angesichts der Kursniveaus, zu denen Stevens verkaufte, dürften die Transaktionen für den Direktor dennoch äußerst lukrativ gewesen sein.
Geschäftszahlen liefern solides Fundament
Operativ steht Nvidia weiterhin robust da. Für das am 26. Juli abgeschlossene zweite Quartal meldete der Konzern am 26. August einen Umsatz von 96,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 106 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die Bruttomarge lag sowohl nach GAAP als auch bereinigt bei 75,0 Prozent, der Gewinn je Aktie erreichte 2,46 Dollar nach GAAP beziehungsweise 2,22 Dollar bereinigt. Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellte Nvidia einen Umsatz von 108,0 Milliarden Dollar in Aussicht, mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 2 Prozent.
Zudem kündigte der Konzern eine Quartalsdividende von 0,25 Dollar je Aktie an, zahlbar am 1. Oktober an Aktionäre, die am 10. September im Register verzeichnet sind.
Das Analysehaus Phillip Securities hob am 3. September sein Kursziel für Nvidia von 285 auf 300 Dollar an und bestätigte die Kaufempfehlung.
Kurs pendelt unter Rekordniveau
An der Börse zeigt sich die Aktie zuletzt leicht angeschlagen: Sie notiert bei 192,36 Euro und gibt am heutigen Mittwoch um 0,8 Prozent nach, nachdem sie bereits gestern bei 193,90 Euro geschlossen hatte. Zum Rekordhoch von 202,50 Euro, das erst kürzlich markiert wurde, fehlen damit fünf Prozent.
Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 20 Prozent zu Buche, über zwölf Monate summiert sich der Anstieg auf 32 Prozent. Für heute steht zudem ein Auftritt von Nvidia bei einer Goldman-Sachs-Konferenz an, der von Marktbeobachtern als möglicher Impulsgeber gilt.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 09. September liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
