Der Nvidia-Chef überraschte die Branche mit der Aussage, dass die nächste KI-Chipgeneration „Vera Rubin“ bereits in Vollproduktion sei, rund ein halbes Jahr früher als ursprünglich kommuniziert. Rubin soll die Kosten pro verarbeitetem KI-Token drastisch senken und gleichzeitig deutlich weniger GPUs benötigen, da Rechen- und Speicherarchitektur noch enger verzahnt wurden. Damit bleibt Nvidia seinem aggressiven Ein-Jahres-Rhythmus treu. Während viele Wettbewerber weiterhin in klassischen Zwei-Jahres-Zyklen denken, schiebt Nvidia mit Hopper, Blackwell und nun Rubin im Jahresabstand neue Plattformen nach.
Parallel dazu sendet Huang klare politische und strategische Signale. Laut Berichten plant er Ende Januar eine Reise nach China, um einen Markt zu adressieren, der durch US-Exportkontrollen zuletzt stark eingeschränkt war. Ob daraus konkrete Lockerungen resultieren, ist offen, doch allein der Schritt zeigt, wie wichtig China für Nvidias langfristige Wachstumsstory bleibt. Für das kommende Quartal stellt das Management rund 65 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht, die Margen sollen weiter in Richtung 75 Prozent tendieren.
Nvidia Aktie Chart
Range als Phase zum Verschnaufen?
Aktuell bewegt sich die Nvidia-Aktie im Chart etwas seitwärts. Auf der Unterseite markieren die Tiefs bei rund 170 US-Dollar die Range, auf der Oberseite liegt sie bei etwa 195 US-Dollar. Der Kurs hatte es zwar auch schon höher geschafft, ist jedoch wieder in diese Range zurückgelaufen. Solange die letzten Tiefs nicht unterschritten werden, könnte das eine Chance für weiter steigende Kurse sein. Gleiches gilt für die Oberseite, solange der Kurs nicht über die Hochs ausbricht.
Ein Bruch der Tiefs auf der Unterseite könnte einen Rücklauf bis an die letzte Widerstandszone bei rund 150 US-Dollar nach sich ziehen. Ein Ausbruch auf der Oberseite würde hingegen die bullische Struktur fortsetzen und die aktuelle Range als kleine Verschnaufpause bestätigen. Spannend und volatil dürfte es mit den anstehenden Zahlen werden.
Ihr Konrad
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