Liebe Leserinnen und Leser
Am 14. April 2026 – dem sogenannten World Quantum Day – hat Nvidia eine Ansage gemacht, die den gesamten Quantensektor veränderte. Der Chip-Gigant stellte „Ising“ vor, die weltweit erste Familie offener KI-Modelle (open source), die speziell für die Quantencomputing-Entwicklung konzipiert wurde.
Nvidia will damit die zwei größten Bremsklötze der Branche lösen: Ising Calibration automatisiert die Kalibrierung von Quantenprozessoren mithilfe eines Vision-Language-Modells – was bislang Tage dauerte, soll künftig in Stunden erledigt sein. Ising Decoding wiederum beschleunigt die Quantenfehlerkorrektur um das 2,5-Fache bei dreifach höherer Genauigkeit. Ohne zuverlässige Fehlerkorrektur bleibt Quantencomputing ein teures Laborspielzeug, mit ihr wird es brauchbare Infrastruktur.
Dass Nvidia es ernst meint, zeigt ein Blick auf bisherige Projekte: CUDA hat einst Nvidias Ökosystem im KI-Bereich uneinnehmbar gemacht. Jetzt wiederholt sich dieses Muster mit CUDA-Q für Quantencomputing. Nvidia denkt über KI hinaus, mit dem Ziel, das Betriebssystem des Quantenzeitalters zu werden. Davon profitiert dann wiederum die Quantumbranche.
Wenn Nvidia den Quantencomputer zum nächsten großen Infrastrukturthema macht, profitieren die Unternehmen, die die Hardware dafür bauen. Und da steht das Unternehmen D-Wave ganz oben auf der Liste.
D-Wave: Starker Jahresauftakt macht Lust auf Mehr
Viele Quantenunternehmen verkaufen Visionen. D-Wave Quantum dagegen liefert bereits aus. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz auf 24,6 Millionen Dollar – ein Plus von 179% gegenüber dem Vorjahr. Das ist beeindruckend, aber noch nicht das Bemerkenswerteste.
Noch spannender ist, was das Management für Januar 2026 gemeldet hat. Allein im Jahresauftaktmonat wurden mehr als 30 Millionen Dollar an Bookings generiert. In einem Monat also mehr Aufträge als im gesamten Vorjahr an Umsatz. Das ist kein Forschungsbudget eines Einzelkunden mehr – das sind kommerzielle Kundenentscheidungen.
Dementsprechend groß ist die Hoffnung auf steigende Erlöse in der Endabrechnung. Analysten gehen davon aus, dass der Umsatz in diesem Jahr auf über 40 Mio. Dollar steigt, im kommenden Jahr könnte D-Wave dann schon über 80 Mio. US-Dollar umsetzen.
Technologie und Marktumfeld stimmen
Dem Unternehmen geht es gut, weil es technologisch überzeugt. D-Wave fährt eine Dual-Platform-Strategie. Vereinfacht gesagt setzt das Unternehmen nicht mehr nur auf Annealing, also eine spezialisierte Form des Quantencomputings für Optimierungsprobleme, sondern baut parallel ein Gate-Model-Angebot auf. Gate-Model-Quantencomputer zielen eher auf Anwendungen wie Quantenchemie, Moleküldesign und neue Energiespeiche ab. Ende Januar meldete das Unternehmen, dass die Nutzung seiner Advantage2-Systeme binnen eines Jahres um 314% gestiegen ist.
Gleichzeitig wurde der weitere Fahrplan für Gate-Model-Systeme beschleunigt. Das Management peilt ein erstes entsprechendes System bereits in diesem Jahr an. On top kommt aus der „Entwicklungsabteilung“, dass D-Wave neue Hybrid-Solver vorgestellt hat, die maschinelles Lernen direkt mit Quantenoptimierung verbinden. Das ist deshalb interessant, weil damit gezeigt wird, dass ein Quantencomputer kein Ersatz für alles sein muss, sondern auch als Zusatzmotor für besonders schwierige Rechenprobleme eingesetzt werden kann.
Die Branche ist insgesamt gerade wieder heiß begehrt, weil mehrere Dinge zusammenkommen. Strategisches Kapital fließt in das Thema, weil Quantum Computing zunehmend als Schlüsseltechnologie mit wirtschaftlicher und geopolitischer Bedeutung gesehen wird. Gleichzeitig wird am Markt angenommen, dass Quantum nicht mehr eine weit entfernte Wette ist, sondern in Teilbereichen wie Optimierung, Materialforschung, Netzwerken oder Fehlerkorrektur schon heute bzw. zeitnah monetarisierbar ist.
Quantenaktien: Kurzfristig Sprung – langfristig viel Potenzial
Seit Nvidias Ising-Ankündigung sind D-Wave-Aktien um über 50 Prozent gestiegen – IonQ ebenso, Rigetti und Quantum Computing um mehr als 30 Prozent. Der gesamte Sektor erlebt eine Neubewertung. Ein Teil dieses Anstiegs ist jedoch weniger fundamental denn auf einen Short-Squeeze zurückzuführen – rund 16 Prozent des Free Floats waren leerverkauft. Als der Sektor anzog, mussten sich die Shortseller hastig eindecken. Das hat den Kursanstieg beschleunigt.
Das war der kurzfristige Effekt, die eigentliche Story ist jedoch langfristig und seit letzter Woche deutlich greifbarer: Nvidia hat signalisiert, dass Quantencomputing kein fiktives Zukunftsprojekt mehr ist, sondern ein Ökosystem, in das der größte Chip-Konzern der Welt mit offener Software einsteigt. Das zieht Kapital, Entwickler und Kunden an – und davon profitiert D-Wave als ein Unternehmen mit dem reifsten kommerziellen Angebot im Sektor.
Der globale Quantencomputing-Markt soll bis 2030 die Marke von elf Milliarden Dollar überschreiten. Hyperscaler wie Alphabet, Amazon und Microsoft investieren massiv, IBM peilt den ersten fehlertoleranten Großrechner für 2029 an. Es lohnt sich den Sektor nach dem Re-Rating im Auge zu behalten. Das Chance-Risiko-Verhältnis war schonmal deutlich schlechter.
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