Nvidia lässt die Muskeln spielen und pumpt weitere 2 Milliarden Dollar in CoreWeave. Der Chipgigant kaufte Class-A-Aktien zu 87,20 Dollar je Stück und unterstreicht damit sein Vertrauen in den KI-Cloud-Anbieter. CoreWeave will bis 2030 mehr als 5 Gigawatt an KI-Rechenkapazität aufbauen. Das entspricht der Leistung von fünf großen Atomkraftwerken.
Die Nvidia-Aktie gibt im vorbörslichen Handel leicht um weniger als 1 Prozent nach. CoreWeave hingegen springt um 9 Prozent auf 101,32 Dollar nach oben. Nvidia war bereits zuvor in CoreWeave investiert und hatte sich verpflichtet, bis 2032 Dienstleistungen im Wert von über 6 Milliarden Dollar abzunehmen. Jetzt besitzt der Konzern rund 6 Prozent an dem Datenzentrum-Betreiber.
CEO Jensen Huang macht deutlich, worum es geht. Die Investition zeige Vertrauen in CoreWeaves Wachstum und Management. Aber die Partnerschaft selbst konzentriere sich darauf, die Engineering-Arbeit beider Unternehmen zu koordinieren und Rechenkapazität online zu bringen.
Nvidia greift Intel und AMD frontal an
Die wirkliche Überraschung steckt jedoch in einem Detail der Ankündigung. Nvidia bringt mit Vera erstmals einen eigenständigen Prozessor auf den Markt. Bisher verkaufte das Unternehmen CPUs nur als Teil von Komplettsystemen. Jetzt fordert Nvidia damit Intel und AMD direkt in deren Kerngeschäft heraus. Auch die Cloud-Anbieter wie Amazon mit ihrem Graviton-Chip bekommen Konkurrenz.
Huang nennt Vera revolutionär, will aber keine weiteren Kunden außer CoreWeave benennen. Es werden viele sein, verspricht er. CoreWeave wird zu den ersten gehören, die neue Nvidia-Produkte einsetzen, darunter Speichersysteme und eben jenen neuen Prozessor.
Die 2 Milliarden Dollar von Nvidia machen etwa 2 Prozent dessen aus, was CoreWeave für den Infrastrukturausbau ausgeben will. CEO Mike Intrator kündigt an, in diesem Jahr enorme Mengen an Infrastruktur zu liefern. Das Tempo werde sich in den nächsten drei Jahren nur noch beschleunigen. Anleger dürfen gespannt sein, ob CoreWeave die ambitionierten Pläne tatsächlich stemmen kann.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 26. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
