Bislang war Hardware von Nvidia über jeden Zweifel erhaben. Zwar sind die Chips teuer und mit saftigen Margen versehen. Geht es um die Leistung, konnte Nvidia aber lange Zeit niemand das Wasser reichen. Das galt sowohl für das Training von KI-Modellen als auch den Betrieb, auch als Inferenz bekannt.
Doch der technologische Vorsprung scheint immer mehr ins Wanken zu geraten. Bereits vor einer Weile beschwerte sich OpenAI darüber, dass die Hardware von Nvidia für Inferenz zu langsam sei. Google feiert Erfolge mit eigenen Chips und fährt viel positives Feedback zu Gemini 3 ein. Nun experimentiert auch OpenAI mit neuen Ansätzen.
OpenAI lässt die KI ohne Nvidia programmieren
Wie bei „golem.de“ zu lesen ist, stellte OpenAI kürzlich sein neues Modell GPT 5.3 Codex vor, welches auf Programmieraufgaben spezialisiert ist. Versprochen werden deutlich schnellere Reaktionen, und das auch dank einer Änderung auf Hardware-Ebene. Der ChatGPT-Entwickler greift zum ersten Mal auf Chips zurück, die nicht von Nvidia stammen.
Stattdessen kommen kommen Cerebras Waferscale Engine 3 zum Einsatz, bei denen ein vollständiger 300-mm-Wafer verwendet wird. Jene sollen bei der Inferenz den bisherigen Lösungen von Nvidia überlegen sein. Weitere Verbesserungen beim KI-Modell sollen sich durch Anpassungen auf Software-Ebene ergeben.
Nvidia kann sich nicht ausruhen
Nvidia Aktie Chart
Auch wenn das Vorhaben von OpenAI bisher eher experimentellen Charakter hat, so zeigt es doch recht eindrucksvoll, dass Nvidia sich längst nicht im luftleeren Raum bewegt. Die Konkurrenz wird zahlreicher und sie macht ständig neue Fortschritte. Um seine dominierende Marktstellung auch in Zukunft zu behalten, wird Nvidia laufend neue Durchbrüche erreichen müssen. Das mag bisher gelungen sein, muss aber nicht bis in alle Ewigkeit so bleiben. Eine gewisse Grundskepsis ist Anlegern daher weiterhin anzuraten.
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