Zum Wochenstart war die Aktie von Nvidia noch obenauf: Bis auf 216,82 US-Dollar kletterten die Papiere des US-Chip-Giganten am Dienstag an der Nasdaq, es war zugleich ein Rekordhoch, nachdem der erste Anlauf noch gescheitert war. Doch danach war bei der Nvidia-Aktie die Luft raus. Bereits den Mittwoch beendete sie bei noch 209 Dollar, am Donnerstag folgte ein satter Abschlag von 4,6 Prozent auf wieder weniger als 200 Dollar. Eine Nachricht aus China zeigte offenbar Wirkung.
Nvidia Aktie Chart
Huawai läuft in China Nvidia den Rang ab
Denn wie das Branchenportal stock3.com vermeldet, wird Huawei im laufenden Jahr die Marktführerschaft für KI-Prozessoren in der Volksrepublik China übernehmen. Mit einem prognostizierten Umsatzanstieg von 60 Prozent auf 12 Milliarden US-Dollar überhole der Technologiekonzern den US-Wettbewerber Nvidia. Treiber dieses Wachstums sei der Prozessor Ascend 950PR, der sich seit März in der Massenproduktion befinde und von dem Branchenkreise für 2026 Auslieferungen von rund 750.000 Einheiten erwarteten. „Und der Nachfolger steht in den Startlöchern.“
- Für Nvidia ist das eine schlechte Nachricht, die vor allem auf die Sanktionen Pekings gegenüber US-Exporten zurückzuführen ist
- Dies führte andererseits zu enormen Kurssteigerungen beim B300-Server des US-Unternehmens – auf dem Schwarzmarkt
Eine Million Dollar für eine einzige Nvidia-Plattform
Die Preise für Nvidias KI-Plattform haben sich laut der Agentur Reuters auf rund 7 Millionen Yuan, also 1 Million US-Dollar pro Stück innerhalb eines Jahres „nahezu verdoppelt“, wie demnach Branchenkenner berichten. Grund dafür sei das harte Vorgehen Pekings gegen Chipschmuggel, das das Angebot auf dem Schwarzmarkt stark reduziert habe. Der Preisanstieg werde zudem durch die robuste Nachfrage chinesischer Technologieunternehmen angetrieben, „währenddessen viele aus Angst vor US-Sanktionen den direkten Kauf von Nvidia-Hardware vermeiden“, so die Reuters-Quellen. Von der Preisexplosion in China profitiert das US-Unternehmen damit nicht.
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