Die Aktie von Nvidia hatte bis zuletzt einen schweren Stand. Auf 183,42 US-Dollar waren die Papiere des US-Chip-Konzerns im Laufe des Dienstags an der Nasdaq abgetaucht, rund zehn Dollar unter dem Kurs vom 5. Januar bei 193,63 Dollar. Doch dann kam plötzlich wieder Leben in den Titel: Die Nvidia-Aktie sprang plötzlich bis auf 188 Dollar an, konnte dieses Niveau allerdings nicht halten, notiert aktuell sogar tiefer bei rund 182 Dollar. Was den kurzfristigen Impuls gab, ist allerdings offensichtlich.
Nvidia darf Chips nach China exportieren
Denn die US-Regierung hat laut Medienberichten den Weg frei gemacht – und genehmigt. Wie laut WirtschaftsWoche aus einer am Dienstag veröffentlichten Regelung hervorgehe, müssen die H200-Chips vor der Ausfuhr von unabhängigen Laboren auf ihre Leistungsfähigkeit im KI-Bereich geprüft werden. „Zudem darf die nach China gelieferte Menge 50 Prozent des Verkaufsvolumens in den USA nicht überschreiten“, heißt es.
- Nvidia muss demnach darüber hinaus bestätigen, dass der Bedarf an Hochleistungs-Chips in den USA gedeckt ist
- Zudem darf China nicht mehr als 50 Prozent der Gesamtmenge der an amerikanische Kunden verkauften Chips erhalten
In einer Stellungnahme erklärte Nvidia, die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump „stelle ein ausgewogenes Verhältnis dar, das Amerika zugutekommt“ und werde dem Unternehmen helfen, im globalen Chipmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben, schreibt marketscreener.com.
China lässt Ausnahmen für Nvidia-Importe zu
Trump hatte im Dezember bereits angekündigt, den Chipexport im Austausch für eine Gebühr von 25 Prozent für die US-Regierung zu erlauben. Meldungen, dass China jetzt überraschend einen Importstopp für die H200-Chips von Nvidia ausgesprochen habe, sind nur die halbe Wahrheit: Pekings Direktive sei bewusst vage formuliert, Unternehmen sollten die Chips nur kaufen, wenn es „notwendig“ sei, schreibt The Decoder. Das lasse „Spielraum für eine Lockerung“. Die Anleger sind offenbar erfreut – sie sollten nur die Konkurrenz nicht außer Acht lassen.
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