Die amerikanische Nvidia ist zu früh abgestraft worden, wie sich am Freitag zum Ende der laufenden Woche zeigt. Die Notierungen gehen um 4,42 % nach oben. 169,46 Euro zeigen die Börsentafeln an.
Die Aktie ist formal noch im Abwärtstrend. 4,75 % trennen den Konzern an den Börsen vom sogenannten GD200, der einen langfristigen Trendindikator darstellt und entsprechend auch misst. Minus 7,7 % Verlust in einer Woche sind für Nvidia zwar hoch, allerdings noch kein Drama. Es sah im Laufe der Woche schon schlechter aus.
Hintergrund war hier vor allem der Sieg der Demokratischen Partei in den USA bei den Midterms. Die Wahlen haben damit die Machtverhältnisse in den USA, zumindest bezogen auf die Legislative, auf den Kopf gestellt.
KI-Branche leidet unter vermeintlichen politischen Rahmenbedingungen
Man befürchtet an den Börsen, dass hier die KI-Branche Fußfesseln erhalten wird, dass es Einschränkungen geben wird. Damit wiederum könnten dann auch die Wachstumsaussichten reduziert werden. Chiphersteller und andere Unternehmen, die an dieser Kette hängen, haben darunter gelitten.
Bei Nvidia ist jetzt schon klar, dass der Abschlag zumindest nicht direkt tatsächlich begründet worden war. Insofern ist der hohe Gewinn am Freitag eine erste Indikation dafür, dass es durchaus wieder nach oben gehen kann.
Nvidia wird am 17. November Zahlen präsentieren, die ohnehin sehr stark ausfallen sollten. Analysten bleiben bei ihren sehr massiven Kurszielen, die weit über dem liegen, was die Börsen derzeit für Nvidia bezahlen.
Langsam lichtet sich der Nebel wieder. Analysten sind mit ihren Kurszielen ggf. doch nicht so falsch, wie es vor allem am Donnerstag auf die Beobachter rund um die Aktie der Nvidia wirkte.
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