Es war keine gute zweite Wochenhälfte für die Nvidia-Aktie. Nachdem es mit dem Kurs des Chipkonzerns bereits am Mittwoch und Donnerstag bergab ging, erlitt die Aktie am Freitag einen herben Dämpfer mit einem Kursrückgang von fünf Prozent. Was steckte dahinter?
Das drückt auf den Kurs
Der Kursrückgang der Nvidia-Aktie von Mittwoch bis Freitag war vor allem das Ergebnis einer „Sell the News“-Reaktion nach den massiven Investitionsankündigungen der großen Tech-Giganten sowie wachsender Sorgen vor Konkurrenz.
In der letzten Aprilwoche haben die sogenannten Hyperscaler (Microsoft, Alphabet/Google, Meta und Amazon) ihre Investitionspläne für 2026 massiv erhöht – insgesamt auf über 725 Milliarden US-Dollar. Normalerweise ist das eine hervorragende Nachricht für Nvidia, da ein Großteil dieses Geldes in deren KI-Chips fließt.
Anleger befürchteten jedoch, dass das Wachstum der Investitionsausgaben nun seinen Höhepunkt erreicht haben könnte. Goldman Sachs merkte an, dass das Wachstum von 73 Prozent im vergangenen Jahr auf 62 Prozent im laufenden Jahr leicht abflachen könnte. An der Börse wird oft nicht die gute Nachricht gehandelt, sondern die Sorge, dass es „nicht noch besser werden kann“.
Hinzu kommt, dass in den Bilanzkonferenzen Google, Amazon und Meta verstärkt ihre Fortschritte bei eigenen KI-Chips (wie Google TPU, Amazon Trainium/Inferentia und Metas MTIA) betonten. Dies schürte die Angst, dass die Abhängigkeit von Nvidia-GPUs langfristig sinken könnte. Auch wenn Nvidia derzeit etwa 90 Prozent des Marktes für KI-Chips kontrolliert, preisen Investoren bei solch hohen Bewertungen jedes Risiko eines Marktanteilsverlusts sofort ein.
China macht weiterhin Sorgen
Und nicht zuletzt besteht immer noch Unsicherheit rund um das China-Geschäft von Nvidia. Die USA scheinen dieser Tage wieder auf Konfrontationskurs in Sachen Technologieexporte mit der Volksrepublik zu gehen.
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