Nvidia steht vor einer entscheidenden Woche. Der Konzern schüttet eine Rekorddividende aus. Parallel dazu wagt das Management einen neuen Anlauf in China. Der neue Vera-Prozessor soll das weggebrochene Geschäft wiederbeleben.
Rückkehr durch die Hintertür
Der US-Bann für Hochleistungs-Chips traf Nvidia hart. Der Marktanteil in China fiel laut CEO Jensen Huang auf null. Nun ändert der Konzern seine Strategie.
Nvidia öffnet die Orderbücher für den neuen Vera-Prozessor. Ab August können chinesische Kunden die Server-CPU bestellen. Das Besondere: Der Chip fällt nicht unter die strengen US-Exportkontrollen.
Damit umgeht Nvidia die Sperren, die KI-Beschleuniger wie den H200 blockieren. Vera übernimmt Basisaufgaben wie Datenbankabfragen. Das Ziel: Ein Fuß in der Tür des wichtigsten asiatischen Marktes.
Ein Selbstläufer wird das nicht. Chinesische Cloud-Giganten rüsten auf. Alibaba, Tencent und Baidu setzen verstärkt auf eigene KI-Chips. Sie wollen unabhängiger von westlicher Technologie werden. Das dämpft die kurzfristigen Aussichten für große Bestellungen aus Fernost.
Entsprechend vorsichtig plant das Management. Für das zweite Quartal rechnet Nvidia mit 91 Milliarden US-Dollar Umsatz. Einnahmen aus dem chinesischen Rechenzentrumsgeschäft sind darin nicht enthalten. Jeder verkaufte Vera-Chip liefert somit reinen Zusatzgewinn.
Massive Kapitalausschüttung
Finanziell agiert Nvidia aus einer Position der Stärke. Das erste Quartal brachte einen Rekordumsatz von 81,6 Milliarden US-Dollar. Davon flossen rund 20 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurück.
Am 26. Juni folgt der nächste Schritt. Nvidia hebt die Quartalsdividende auf 25 US-Cent je Aktie an. Das entspricht einer Steigerung von 2.400 Prozent.
Hinzu kommt ein massives Aktienrückkaufprogramm. Der Vorstand genehmigte weitere 80 Milliarden US-Dollar. Damit steigt der finanzielle Spielraum für Rückkäufe auf fast 120 Milliarden US-Dollar. Am 24. Juni stimmen die Aktionäre auf der virtuellen Hauptversammlung über den Kurs ab.
Blick auf den Kurs
An der Börse zeigt sich ein stabiles Bild. Die Nvidia-Aktie schloss am Freitag bei 177,28 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut zehn Prozent auf der Anzeigetafel.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 202,50 Euro ist das Papier aktuell gut zwölf Prozent entfernt. Der RSI-Wert von 45,6 signalisiert eine neutrale technische Ausgangslage.
Die kommenden Tage liefern klare Impulse. Die Hauptversammlung und die Dividendenzahlung setzen den finanziellen Rahmen. Parallel dazu zeigt der Verkaufsstart des Vera-Chips, ob Nvidias China-Strategie aufgeht.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 14. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
