Nvidia-Aktie: Unfassbar, was da jetzt möglich ist!

Nvidia öffnet seine Infrastruktur für fremde Spezialprozessoren. Das erleichtert Cloud-Riesen den Bau eigener KI-Systeme und sichert Nvidias Marktposition.

Auf einen Blick:
  • NVLink Fusion verbindet fremde KI-Chips
  • Rechenzentrums-Infrastruktur wird standardisiert angeboten
  • Nvidia sichert sich Rolle im KI-Ökosystem
  • Eigene Chip-Entwicklung ohne kompletten Infrastruktur-Neubau

Nvidia will mit NVLink Fusion den Weg für Unternehmen erleichtern, die eigene KI-Chips entwickeln. Wie Nvidia in einem aktuellen Blogbeitrag erklärt, können sogenannte XPUs – speziell für bestimmte Aufgaben entwickelte Prozessoren – künftig mit der Infrastruktur von Nvidia kombiniert werden. Damit müssen große Cloud- und KI-Unternehmen nicht ihre komplette Rechenzentrums-Infrastruktur selbst entwickeln.

Nvidia-Aktie: Eigene Chips sollen mit Nvidia-Technik zusammenarbeiten

Der Hintergrund: Unternehmen wie große Cloud-Anbieter entwickeln zunehmend eigene Chips, um bestimmte KI-Anwendungen effizienter und günstiger auszuführen. Einen solchen Spezialchip zu entwickeln, reicht allerdings nicht aus. Auch Stromversorgung, Kühlung, Netzwerke, Server-Racks und die Software müssen aufeinander abgestimmt werden. Genau hier setzt NVLink Fusion an.

Nvidia stellt dafür seine bestehende Infrastruktur zur Verfügung. Die eigenen XPUs können über NVLink mit anderen Prozessoren verbunden werden. Laut Nvidia soll die sechste Generation von NVLink Daten zwischen bis zu 72 XPUs mit sehr hoher Geschwindigkeit übertragen können.

Für die Kunden hat das einen wichtigen Vorteil: Sie können ihre eigenen Chips entwickeln, müssen dafür aber nicht gleichzeitig ein komplett neues Rechenzentrum bauen. Nvidia bietet unter anderem standardisierte Rack-Systeme, Netzwerktechnik, Kühlung, Stromversorgung und Software an. Auch die Planung großer KI-Rechenzentren soll dadurch einfacher werden.

Nvidia-Aktie: Chipkonzern wird zum KI-Ökosystem

Für Nvidia ist der Schritt strategisch interessant. Der Konzern muss nicht zwingend darauf setzen, dass jede KI-Berechnung mit einem Nvidia-GPU durchgeführt wird. Stattdessen kann Nvidia auch dann Geld verdienen, wenn Kunden eigene Spezialchips einsetzen – solange diese mit der Nvidia-Infrastruktur verbunden werden.

Damit versucht Nvidia, seine Position im KI-Markt noch breiter abzusichern. Das Unternehmen verkauft nicht mehr nur GPUs, sondern entwickelt zunehmend eine komplette Infrastruktur für KI-Rechenzentren, von Chips und Netzwerken über Kühlsysteme bis hin zu Software.

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