In einem eher schwachen Markt ging es am Montagvormittag im deutschen Handel ebenfalls etwas abwärts – um 0,3 % auf 182,1 Euro. Das 1-Monats-Plus blieb mit +14,3 % jedoch deutlich zweistellig (Stand: 11.05.2026, 8:45 Uhr).
In der Zwischenzeit haben US-Energieminister Chris Wright und Nvidia-Manager Ian Buck auf der SCSP AI+ Expo gemeinsam für die sogenannte Genesis Mission geworben – ein Programm, das künstliche Intelligenz in den Dienst wissenschaftlicher Forschung stellt und auf einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen Nvidia und dem US-Energieministerium aufbaut.
Nvidia-Aktie: Zwei Supercomputer für die Wissenschaft
Im Rahmen der Zusammenarbeit entstehen am Argonne National Laboratory zwei KI-Großrechner. Der erste, Equinox, wird gerade mit 10.000 Grafikprozessoren der neuesten Nvidia-Generation aufgebaut. Der zweite, Solstice, soll künftig 100.000 Prozessoren umfassen – eine Rechenleistung, die laut Buck fünfmal größer wäre als die der 500 leistungsstärksten Supercomputer der Welt zusammen.
Als praktisches Beispiel nannte Buck ein frei verfügbares KI-Modell, das auf Millionen wissenschaftlicher Fachbeiträge trainiert wurde und Forschern dabei helfen soll, Arbeiten zur Kernfusion schneller voranzutreiben.
Nvidia-Aktie: Strom als Flaschenhals für KI
Wright verwies darauf, dass die USA zwar in den vergangenen zwei Jahrzehnten ihre Öl- und Gasproduktion stark ausgebaut hätten, die Stromerzeugung aber kaum gewachsen sei – obwohl Strom die wichtigste Energiequelle für KI sei. Sein Ministerium setze deshalb auf den Ausbau von Erdgas, Kernkraft und Kohle. Drei kleine modulare Kernreaktoren sollen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Wright zeigte sich überzeugt, dass der Aufbau neuer Kraftwerke und Rechenzentren die Stromkosten langfristig senken werde.
Für Anleger unterstreicht die Kooperation Nvidias wachsende Rolle über den privaten Technologiemarkt hinaus. Die Genesis Mission ist ein staatlich gefördertes Programm, das KI gezielt für wissenschaftliche Durchbrüche in Bereichen wie Kernfusion und Materialforschung einsetzen will.
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