Nvidia hat kürzlich die ersten öffentlichen Testergebnisse für seinen neuen Prozessor Vera veröffentlicht. Die Messungen stammen vom unabhängigen Technikmagazin Phoronix und zeigen, dass Vera in mehreren Kategorien die etablierte Konkurrenz von Intel und AMD übertrifft.
Nvidia-Aktie: Speziell für autonome KI-Anwendungen entwickelt
Vera ist Nvidias erster selbst entwickelter Hauptprozessor und richtet sich gezielt an sogenannte KI-Fabriken – also Rechenzentren, die autonome KI-Agenten betreiben. Diese Anwendungen stellen andere Anforderungen an einen Prozessor als klassische Unternehmensanwendungen: Sie benötigen viele gleichzeitig aktive Rechenkerne, hohe Speicherbandbreite und stabile Leistung bei parallelen Aufgaben.
Vera vereint 88 selbst entwickelte Rechenkerne, eine Speicherbandbreite von bis zu 1,2 Terabyte pro Sekunde und einen Energiebedarf für den Arbeitsspeicher von unter 30 Watt – verglichen mit mehr als 100 Watt bei herkömmlichen Serverprozessoren mit vergleichbarer Leistung.
Nvidia-Aktie: Klarer Vorsprung bei Speicher- und Rechenleistung
Phoronix-Gründer Michael Larabel zog nach seinen Tests ein bemerkenswert deutliches Fazit: Vera sei der bisher ernsthafteste Konkurrent zu Intel- und AMD-Prozessoren aus dem Arm-Lager, den er je gemessen habe. In einem gängigen Speicherbandbreiten-Test erzielte Vera 90 Prozent seiner theoretischen Maximalleistung – der höchste je von Phoronix gemessene Wert für einen Prozessor. Bei der Kompilierung des Linux-Betriebssystemkerns brauchte Vera nur 20 Sekunden, ebenfalls ein Bestwert im Testfeld.
Im direkten Vergleich mit einem aktuellen 128-Kern-Prozessor von AMD erzielte Vera im geometrischen Mittel rund zehn Prozent mehr Leistung – bei deutlich weniger Energieverbrauch für den Arbeitsspeicher.
Nvidia-Aktie: Auslieferung in der zweiten Jahreshälfte 2026
Erste Vera-Prozessoren hat Nvidia bereits an ausgewählte KI-Unternehmen und Cloud-Anbieter geliefert. Die breite Verfügbarkeit über Partnerunternehmen ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, in luft- und wassergekühlten Varianten für unterschiedliche Rechenzentrumsumgebungen.
Der Vera-Prozessor ist für Anleger in Nvidia ein wichtiges Signal: Der Konzern begnügt sich nicht mehr mit der Rolle des führenden Grafikprozessor-Herstellers, sondern greift nun auch im Markt für Standard-Serverprozessoren an – einem Segment, das bislang fest in der Hand von Intel und AMD war.
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