Bevor Nvidia mit KI-Hardware endgültig in den Orbit abhob, profitierte das Unternehmen in der Vergangenheit bereits von anderen Hypes. Zwischen 2017 und 2018 erlebten die Märkte den ersten großen Krypto-Boom. Im Zuge dessen trat auch Ethereum in Erscheinung, dessen Kurs sich von rund acht US-Dollar bis auf über 700 Dollar innerhalb weniger Monate steigern konnte.
Für das entsprechende Mining gab es damals kaum bis gar keine spezielle Hardware. Verwendet wurden daher bevorzugt Geforce-Grafikkarten, die eigentlich für Gamer gedacht waren. Das bescherte Nvidia schwindelerregende Umsätze, wenn auch um einige Größenordnungen kleiner als heute im KI-Segment.
Hat Nvidia geflunkert?
Bis hierher ist erst einmal nichts auszusetzen. Doch ein kalifornischer Bundesrichter hat nun eine Sammelklage gegen Nvidia zertifiziert. Dabei geht es um den Vorwurf, dass der Konzern die Anleger über die Bedeutung von Kryptoumsätzen im Unklaren ließ. Nach außen hin kommuniziert wurde stets, dass dieses Geschäft nur einen kleinen Teil ausmachen würde. Ins Schaufenster gestellt wurde hingegen das weitgehend stabile Geschäft mit Gaming-Grafikkarten.
Im Jahr 2018 kam es allerdings zum Crash, was auch die Aktie von Nvidia abschmieren ließ. Die Kläger verweisen nun auf interne Nachrichten, welche den eigenen Standpunkt untermauern sollen. In der nun zugelassenen Sammelklage können alle Anleger Ansprüche geltend machen, die zwischen dem 10. August 2017 und dem 15. November 2018 Nvidia-Aktien kauften.
Nichts zu meckern?
Nvidia Aktie Chart
Der Fall ist nicht ganz neu. Im Jahr 2021 wurde ein entsprechende Klage zunächst abgewiesen, geht nun nach Berufung und Widerspruch aber in der zertifizierten Sammelklage weiter. Nvidia zeigt sich entspannt und betont, dass Investoren, welche im Jahr 2017 bis 2018 Nvidia-Aktien kauften, „unglaublich gute Ergebnisse“ erzielt hätten. Daran ist an sich nicht zu rütteln. Im Regen stehen allerdings all jene, welche Ende 2018 Anteile verkauften.
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