Nvidia beendet die Woche mit einem kräftigen Freitags-Rebound. Die Aktie legt um 2,98 Prozent zu und schließt bei 174,36 Euro. Über die gesamte Woche bleibt trotzdem ein Minus von 4,21 Prozent stehen — Anleger positionieren sich neu vor den Quartalszahlen Ende des Monats.
Morningstar sieht deutliches Aufwärtspotenzial
Die Stimmung am Markt ist gespalten. Kurzfristig belastet technischer Druck den Kurs, langfristig bleibt die fundamentale Story intakt. Morningstar bekräftigt eine Einschätzung als „deutlich unterbewertet“ und nennt einen fairen Wert von 280 Dollar je Aktie.
Der aktuelle Kurs liegt damit klar unter der Zielmarke der Analysten. Als Begründung dient die anhaltende Dominanz von Nvidia im globalen GPU- und KI-Rechenzentrumsgeschäft. Das CUDA-Softwareökosystem bleibt laut Marktbeobachtern ein Wettbewerbsvorteil, den Rivalen bislang nicht knacken konnten.
Rubin-Chips: Weniger Speicher, mehr Marge
Nvidia steckt mitten im Übergang von der erfolgreichen Blackwell-Plattform zur nächsten Generation „Vera Rubin“. CEO Jensen Huang bestätigte kürzlich, dass die Rubin-Chips die Vollproduktion erreicht haben. Er sprach von „gewaltigen Produktionsmengen“, die einen globalen Auftragsstau abbauen sollen.
Bei der Umsetzung gibt es aber eine bemerkenswerte Anpassung. Nvidia hat die Speicherkonfiguration der kommenden Rubin-CPUs verändert. Grund sind explodierende Speicherpreise und Engpässe in der Lieferkette.
Der Konzern halbiert die SOCAMM-Speicherkapazität pro CPU von ursprünglich 192 Gigabyte auf 96 Gigabyte. Diese Maßnahme soll die Materialkosten pro Rack-System senken, die derzeit bei rund 2,1 Millionen Euro liegen. Das Ziel dahinter: Nvidia will seine Bruttomarge über der Schwelle von 70 Prozent halten.
Wichtig für die Rechenleistung: Der Hochbandbreitenspeicher HBM4 in den GPUs bleibt unangetastet bei 20,7 Terabyte pro Rack. Die Kürzung betrifft also nur den CPU-Speicher, nicht die eigentliche KI-Rechenleistung.
Charttechnik zeigt enge Spanne
Der Freitagsschluss bei 174,36 Euro liegt knapp über dem 100-Tage-Durchschnitt von 173,89 Euro. Diese Marke hielt während des jüngsten Wochenrückgangs als Unterstützung. Für die neue Handelswoche wird der 50-Tage-Durchschnitt bei 178,99 Euro zur ersten Hürde.
Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte die bullische Dynamik vom Jahresanfang zurückbringen. Fällt hingegen die Unterstützung bei 173,89 Euro, rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei 166,37 Euro als nächste wichtige Marke ins Blickfeld. Der RSI von 47,2 signalisiert ein neutrales Momentum — die Aktie ist derzeit weder überkauft noch überverkauft.
Der 26. August als nächster Prüfstein
Im Zentrum der kommenden Wochen steht der bestätigte Quartalsbericht für das zweite Fiskalquartal 2027, angesetzt für Mittwoch, den 26. August 2026. Dieser Termin dürfte der wichtigste Kurstreiber des Quartals werden.
Investoren achten dabei besonders auf zwei Punkte: den Lieferplan für Vera Rubin und die Investitionspläne der großen Cloud-Anbieter Microsoft, Alphabet, Meta und Amazon. Diese vier Konzerne wollen zusammen bis 2026 rund 725 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur stecken.
Jedes Signal, ob diese Ausgaben beschleunigen oder abbremsen, dürfte die Richtung der Nvidia-Aktie maßgeblich bestimmen. Der Weg zurück zum 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro führt über genau diese Frage.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 02. August liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
