Nvidia verdeutlicht erneut das Potenzial der KI für die Medizin: Wie der US-Techgigant kürzlich mitteilte, arbeitet er eng mit dem Start-up Multiply Labs zusammen, um die Herstellung von Zelltherapien stark zu automatisieren.
Diese Therapien gelten als hochwirksam, sind aber extrem teuer und anfällig für Fehler, weil Tausende sterile Arbeitsschritte nötig sind. Multiply Labs nutzt daher Robotersysteme, Simulationen und digitale Zwillinge, um Prozesse präziser und hygienischer zu gestalten. Laut CEO Fred Parietti könne Robotik die Produktionskosten pro Dosis von über 100.000 Dollar auf rund 25.000 bis 35.000 Dollar senken – also um mehr als 70 Prozent.
Nvidia‑Aktie: Omniverse und Isaac treiben Automatisierung voran
Die Systeme von Multiply Labs basieren auf mehreren Nvidia‑Technologien. Mit Omniverse werden digitale Zwillinge der Labore erstellt, in denen Roboter tausendfach simuliert werden, bevor sie real eingesetzt werden. Isaac Sim dient dazu, Roboter anhand echter Videoaufnahmen von Experten zu trainieren. Dadurch kann auch das Know-how von ehemaligen Mitarbeitern weiter genutzt werden.
Parallel entwickelt Multiply Labs humanoide Roboter, die mithilfe des Modells Isaac GR00T Aufgaben außerhalb der sterilen Kernbereiche übernehmen sollen, etwa das Laden und Entladen von Materialien. Ziel ist eine vollständig automatisierte Produktionslinie, bei der Menschen nur noch hinter Glas überwachen.
Nvidia-Aktie: Mega-Potenzial für KI im BioTech-Bereich
Zur Einordnung: Nvidia positioniert sich mit Omniverse und Isaac als zentraler Technologiepartner für die nächste Automatisierungswelle in der Biotechnologie. Multiply Labs zeigt, wie stark KI‑gestützte Robotik die Kosten senken und die Skalierung von Zelltherapien ermöglichen könnte. Gleichzeitig bleibt offen, wie schnell die Branche regulatorische Hürden und Sicherheitsanforderungen bewältigen kann.
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