In den ersten vier Monaten 2026 hat der US-Chiphersteller Nvidia mehr als 40 Milliarden Dollar in Beteiligungen an Unternehmen entlang der KI-Lieferkette investiert, so ein aktueller Bericht von CNBC. Demnach wandelt sich das Unternehmen damit zunehmend vom reinen Hardwarelieferanten zum strategischen Investor im gesamten KI-Sektor.
Nvidia-Aktie: OpenAI als größter Einzelposten
Den weitaus größten Einzelbetrag stellt dabei die 30-Milliarden-Dollar-Investition in OpenAI dar, die im Februar 2026 abgeschlossen wurde. Die restliche Summe verteilt sich auf mehrere börsennotierte Unternehmen sowie rund zwei Dutzend Finanzierungsrunden bei nicht-börsennotierten Start-ups.
Allein in der letzten Woche schloss Nvidia eine Vereinbarung mit dem Rechenzentrumsbetreiber IREN, der zufolge Nvidia bis zu 2,1 Milliarden Dollar investieren kann – einen Tag nach einem ähnlichen Abkommen mit dem Glasspezialisten Corning über bis zu 3,2 Milliarden Dollar. Die Aktienkurse beider Unternehmen legten nach den Ankündigungen deutlich zu.
Nvidia-Aktie: Kritische Stimmen der Analysten
Nicht alle Beobachter begrüßen die Strategie, heißt es im CNBC-Bericht. Analyst Jordan Klein vom Finanzhaus Mizuho bezeichnete die Deals mit Zulieferern als clever und sinnvolle Verwendung von Barmitteln, zeigte sich bei den Investitionen in Cloud-Anbieter jedoch skeptischer: Die Deals erweckten den Eindruck, Nvidia finanziere damit indirekt den Kauf eigener Produkte vor.
Die nicht handelbaren Beteiligungen von Nvidia stiegen auf 22,25 Milliarden Dollar zum Ende Januar 2026, verglichen mit 3,39 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Auf diese Positionen sowie auf börsennotierte Beteiligungen entfielen bereits realisierte und nichtrealisierte Gewinne von 8,92 Milliarden Dollar.
Das Investitionstempo spiegelt dennoch die Stärke des Kerngeschäfts wider: Nvidia hält weiterhin 86 % Marktanteil bei KI-Beschleunigern, und die fünf größten Cloud-Konzerne haben ihre gemeinsamen Investitionspläne für 2026 auf rund 725 Milliarden Dollar angehoben.
Nvidia-Aktie: Gefährlicher Kreislauf?
Die wachsenden Beteiligungen entlang der eigenen Lieferkette vertiefen Nvidias Stellung im KI-Ökosystem – werfen aber auch Fragen auf: Wenn Nvidia Unternehmen finanziert, die wiederum seine eigenen Chips kaufen, entsteht eine Art Kreislauf, bei dem echte Marktnachfrage und durch Nvidia selbst gestützte Nachfrage schwer voneinander zu trennen sind. Dreht sich der KI-Investitionszyklus irgendwann, könnte das die Bewertungen dieser Beteiligungen empfindlich treffen.
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