Nvidia Aktie: Razzia in Taiwan trifft Super Micro

Taiwanesische Behörden gehen gegen illegalen Export von Nvidia-Servern vor. CEO Huang fordert Konsequenzen, während das Geschäft boomt.

Auf einen Blick:
  • Festnahmen wegen Chip-Schmuggels
  • Huang kritisiert Super Micro
  • Milliardenumsatz trotz Exportstopps
  • TSMC-Treffen zu neuen Kapazitäten

Nvidia glänzt mit Rekordzahlen. Parallel dazu wächst der politische Druck auf das Partnernetzwerk. In Taiwan greifen die Behörden hart durch. Es geht um den Schmuggel von Hochleistungs-Chips nach China. CEO Jensen Huang fordert nun Konsequenzen.

Razzia bei Super Micro

Die taiwanesische Staatsanwaltschaft hat drei Personen festgenommen. Sie sollen Dokumente gefälscht haben. Das Ziel der Aktion: Rund 50 Super-Micro-Server mit Nvidia-Prozessoren illegal nach China, Hongkong und Macau zu verschiffen.

Huang fand bei seiner Ankunft in Taipeh am Samstag deutliche Worte. Nvidia erkläre Exportregeln sehr streng. Letztlich müsse Super Micro aber sein eigenes Unternehmen führen.

Dieser Vorfall folgt auf weitaus größere Ermittlungen in den USA. Dort geht es um geschmuggelte Hardware im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar. Nvidia steht in keinem der Verfahren als Angeklagter vor Gericht. Die ständigen Exportkontrollen belasten das Geschäft dennoch. Kurz gesagt: ein operatives Risiko.

Milliardenmarkt trotz Restriktionen

Trotz der strengen US-Exportbeschränkungen plant Huang langfristig mit dem chinesischen Markt. Er schätzt den adressierbaren Markt für zentrale Prozessoren auf 200 Milliarden US-Dollar. China ist in dieser Prognose fest eingeplant. Die neuen Vera-Prozessoren sollen autonome Systeme und KI-Agenten antreiben.

Das operative Geschäft brummt derweil. Im abgelaufenen Quartal setzte Nvidia 81,6 Milliarden US-Dollar um. Für das laufende Vierteljahr peilt das Management 91 Milliarden US-Dollar an.

Kapazitäten sichern

Um dieses Wachstum zu stemmen, braucht Nvidia Produktionskapazitäten. Huang trifft sich in Taiwan mit TSMC-Chef C.C. Wei. Dabei geht es um feste Zusagen für die kommende Architektur namens Vera Rubin. Diese Chips sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

An der Börse honorieren Investoren den Kurs. Die Aktie schloss am Freitag bei 185,46 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut 15 Prozent auf der Anzeigetafel. Bis zum Rekordhoch fehlen aktuell knapp acht Prozent.

Der Erfolg der neuen Chip-Generation hängt nun von der Lieferkette ab. Nvidia muss sich ausreichend Fertigungskapazitäten bei TSMC sichern. Parallel dazu steigen die Speicherkosten branchenweit. Das Management muss diese Ausgaben strikt kontrollieren, um die hohen Gewinnmargen im zweiten Halbjahr zu verteidigen.

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