Nvidia steuert auf einen der wichtigsten Termine des Börsenjahres zu: Am 26. August legt der Chipkonzern die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2027 vor. Im Zentrum der Erwartungen steht dabei ein Geschäft, das bereits Anfang August für Bewegung an den Märkten sorgte – die Entscheidung von SpaceX, künftig ausschließlich auf Nvidia-Chips zu setzen.
Die Ankündigung, über die das Wall Street Journal berichtete, gilt als einer der Treiber für die Kursentwicklung der vergangenen Wochen. Sie unterstreicht, wie tief Nvidia inzwischen in kritische Infrastrukturprojekte großer Technologiekonzerne eingebunden ist – weit über den klassischen Rechenzentrumsmarkt hinaus.
Analysten erwarten Umsatz über der eigenen Prognose
Vor diesem Hintergrund rechnet Bank-of-America-Analyst Vivek Arya für das zweite Fiskalquartal mit einem Umsatz zwischen 94 und 95 Milliarden Dollar – und damit oberhalb der eigenen Prognose von Nvidia, die bei 91 Milliarden Dollar liegt.
Für das dritte Quartal geht Arya von einer Spanne zwischen 107 und 108 Milliarden Dollar aus. Diese Einschätzung wurde mit Bezug auf Anfang August berichtet und markiert die Messlatte, an der sich die kommenden Zahlen messen lassen müssen.
Wall Street wird bei der Vorlage der Quartalszahlen besonders auf drei Punkte achten: den Fortschritt des Blackwell-Hochlaufs, den Zeitplan für das Nachfolgeprodukt Rubin sowie die Frage, wie sich die kürzlich verkündete Finanzierungsallianz mit Partnern wie Apollo Global Management, BlackRock, Blackstone, Brookfield Asset Management, Goldman Sachs und KKR auf Kapitalrückführungen und Investitionszusagen auswirkt. Diese vor rund einer Woche vorgestellte Plattform soll mehr als 500 Milliarden Dollar an Drittkapital für KI-Infrastruktur mobilisieren, wobei Nvidia-Chef Jensen Huang die Möglichkeit einräumte, bis zu 125 Milliarden Dollar davon selbst abzusichern.
Kurs behauptet sich nahe am Rekordniveau
An der Börse hat sich die Aktie zuletzt stabil gezeigt. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 194,74 Euro, nach einem leichten Rücksetzer von 0,4 Prozent binnen eines Tages. Auf Monatssicht steht dennoch ein Plus von 5,1 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat sich das Papier um 22 Prozent verteuert.
Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro, das Mitte Mai markiert wurde, fehlen aktuell noch 3,8 Prozent – ein Abstand, der angesichts der bevorstehenden Zahlen als überschaubar gelten kann.
Auch die Partnerschaft mit der SK Group, die vor gut drei Wochen bekannt wurde, hat der Aktie seither einen Kursgewinn von 7,0 Prozent beschert und zeigt, wie stark einzelne Kooperationsmeldungen das Chartbild derzeit prägen.
Der Blick richtet sich auf den 26. August
Für Anleger dürfte der kommende Quartalsbericht zum entscheidenden Prüfstein werden: Bestätigt Nvidia die von Analysten avisierten Umsatzsprünge, dürfte dies die jüngste Serie strategischer Großallianzen – von der Finanzierungsplattform über die SpaceX-Exklusivität bis zur SK-Group-Kooperation – als tragfähiges Fundament für weiteres Wachstum untermauern.
Bleibt das Unternehmen dagegen hinter den optimistischen Schätzungen zurück, könnte die Diskussion über die Nachhaltigkeit der aktuellen Bewertung neu entfachen.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 15. August liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
