Die Aktie von Nvidia hat die Anleger zuletzt wieder versöhnt. Ende März noch auf ein Zwischentief bei 164 US-Dollar gefallen, haben sich die Papiere des US-Chip- und Grafikkarten-Spezialisten wieder gefangen. Offenbar haben die Aussagen auf der GTC-Konferenz zum Thema Künstliche Intelligenz Mitte März die Anleger überzeugt – und ließen die Nvidia-Aktie seitdem deutlich steigen. Eine Einlassung machte auf Fachleute besonderen Eindruck.
Nvidias Fortschritte mit Auswirkungen auf die Branche
Nvidia revolutioniere die Halbleiterentwicklung durch die Kombination eines eigens entwickelten, auf jahrzehntelang gesammelten GPU-Designdaten trainierten Sprachmodells (LLM) mit auf Reinforcement Learning basierender künstlicher Intelligenz (KI), meldet aktuell das koreanische Fachportal Chosun Biz. Damals präsentierte Nvidia demnach Ergebnisse, „die zeigen, dass die KI eine Aufgabe zur Portierung einer Standardzellenbibliothek – die zuvor von acht Ingenieuren in etwa zehn Monaten erledigt wurde – in nur einer Nacht bewältigte“.
- Neben der Automatisierung dürfte dieser Schritt laut des Berichts weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Branche haben
- Denn nicht nur bei Nvidia wird dadurch die Entwicklungszeit, der größte Kostenfaktor im Halbleiterdesign, deutlich verkürzt
Technisch setzt Nvidia laut PC Hadware auf ein System namens NB-Cell, das auf Reinforcement Learning basiert. Dieses soll Layouts von Schaltkreisen automatisch optimieren und erreiche teils bessere Ergebnisse als menschliche Entwickler. Trotz der Fortschritte bleibe die vollständige Automatisierung der Chipentwicklung demnach aber zunächst unrealistisch, so der Bericht.
Nvidia nutzt KI bislang nur zur Unterstützung
Analysten zufolge konzentriert sich KI bei Nvidia derzeit weniger auf vollständig autonomes Design ohne menschliches Eingreifen, sondern vielmehr darauf, als „intelligenter Assistent“ zu fungieren, der die Produktivität von Ingenieuren enorm steigert. Die Beobachter zeigten sich nach der Konferenz dennoch beeindruckt. Einer ganz besonders.
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