Nvidia kann seine leistungsfähigen H200-KI-Chips offenbar wieder in begrenztem Umfang nach China liefern. Nach Informationen der Financial Times, über die unter anderem Reuters berichtet, haben ByteDance und Tencent jeweils rund 10.000 H200-Prozessoren erhalten.
Damit kommen kleinere Chargen der Chips nach monatelangen politischen und regulatorischen Verzögerungen tatsächlich offiziell auf dem chinesischen Markt an.
Nvidia-Aktie: China-Geschäft kommt langsam wieder in Gang
Für Nvidia ist das eine wichtige Entwicklung. Die USA hatten den Verkauf der H200 nach China zunächst stark eingeschränkt. Im Januar 2026 änderte Washington seine Regeln und erlaubt seitdem eine Prüfung entsprechender Exportanträge von Fall zu Fall. Dabei gelten allerdings strenge Bedingungen, unter anderem für die Sicherheit und Kontrolle der Chips.
Die aktuellen Lieferungen bleiben deshalb weit hinter dem zurück, was Nvidia theoretisch verkaufen könnte. Die USA haben für einzelne chinesische Käufer Lieferungen von bis zu 100.000 H200-Chips genehmigt. Bereits im Juli hatte ein US-Regierungsvertreter bestätigt, dass erste kleine Mengen von H200-Chips nach China gelangt waren.
Gleichzeitig versucht Peking aber, Unternehmen dazu zu bewegen, die Chips möglichst außerhalb des chinesischen Festlands einzusetzen, um die heimische Chipindustrie zu stärken.
Nvidia-Aktie: Im Kreuzfeuer der Politik
Zur Einordnung: China ist ein großer und überaus wichtiger Markt für KI-Hardware. Nvidia steht dort aber im Kreuzfeuer der Politik, sowohl vonseiten der USA als auch vonseiten Pekings. Hintergrund sind der anhaltende Systemkonflikt der beiden Supermächte und das Wettrennen um die Vorherrschaft im KI-Bereich.
Dass Chinas Unternehmen trotz der politischen Widerstände Interesse an Nvidias Chips zeigen, ist für den US-Konzern prinzipiell ein positives Signal. Eine Rückkehr zu normalen Verkaufsbedingungen ist aktuell dennoch nicht absehbar.
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