Nvidia-Aktie: Nur noch die Nummer zwei!

Die Aktie von Nvidia hat zuletzt deutlich nachgegeben. Das hatte Folgen: Apple ist nun wieder das wertvollste, börsennotierte Unternehmen der Welt.

Auf einen Blick:
  • Die Nvidia-Aktie hat innerhalb von drei Wochen 15 Prozent an Wert eingebüßt
  • Sorge um die Entwicklung bei KI brachte die gesamte Branche unter Druck
  • Apple hingegen hat seinen Börsenwert auf ein neues Rekordniveau gesteigert
  • Mit aktuell 5,11 Billionen US-Dollar ist der Konzern wieder an Nvidia vorbeigezogen

Liebe Leserin, lieber Leser,

die rasante Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz hatte Chip-Gigant Nvidia schon mehrfach zum wertvollsten, börsennotierten Unternehmen der Welt gemacht, bevor der Konzern stets von Apple wieder abgelöst wurde. Nun ist es erneut passiert: Während die Sorge um den nachhaltigen Hochlauf bei KI die gesamte Branche erschüttert, und die Nvidia-Aktie seit Mittwoch fallen ließ, steigerten sich die Papiere von Apple auf ein neues Rekordhoch. Die Folge: Der iPhone-Hersteller sitzt wieder auf dem Thron, der Chipkonzern ist nur noch Nummer zwei.

Nvidia-Aktie verliert, Apple legt leicht zu

Mit 243 US-Dollar war die Aktie von Nvidia am 6. Oktober noch bewertet worden, aktuell sind es nur 211 Dollar. Binnen weniger als drei Wochen hat das US-Unternehmen somit gut 15 Prozent an Börsenwert eingebüßt. Auf 5,08 Billionen Dollar beläuft sich aktuell die Marktkapitalisierung.

Nvidia Aktie Chart

Ganz anders Apple: Die Anteilscheine erreichten an der Nasdaq am Freitag bei 351 US-Dollar ihren höchsten Stand der Geschichte, gingen letztlich bei 348 Dollar aus dem Handel. Damit hatte sich die Apple-Aktie binnen eines Monats um immerhin rund drei Prozent verbessert, und damit sich auch er Börsenwert auf aktuell 5,11 Billionen Dollar. Nvidia hatte das Nachsehen.

Diverse Unsicherheiten drücken Nvidia

Nvidias größtes aktuelles Problem sind die Sorgen über die enormen Investitionen in KI-Rechenzentren und die Kosten ihrer Finanzierung. Auch steigende Ölpreise belasteten die Märkte. Ein weiteres Problem ist China: ByteDance, Alibaba und Tencent bestellten zwar Nvidia-Grafikkarten im Wert von insgesamt gut 35 Milliarden US-Dollar.

  • Doch Nvidia kann laut der Agentur Reuters die Nachfrage offenbar nicht vollständig bedienen
  • US-Exportbeschränkungen begrenzen zudem den Zugang chinesischer Unternehmen zu KI-Chips

Zudem gibt es ja noch ein weiteres, wichtiges Feld: die Grafikkarten von Nvidia. Hier melden Nutzer laut Instant Gaming News seit dem 21. Oktober Probleme mit dem Grafiktreiber 621.01, darunter schwarze Bildschirme, Abstürze und Ruckler bei G-SYNC. Kurzum: Nvidia leidet derzeit weniger unter fehlender Nachfrage als unter Unsicherheit über die Finanzierung des KI-Ausbaus, geopolitischen Handelsbeschränkungen sowie Engpässen oder Fehlern in der Produktion.

Mittleres Nvidia-Kursziel bei knapp 329 Dollar

Die Analysten allerdings bleiben mehrheitlich unbeirrt: Das durchschnittliche Kursziel für Nviida liegt laut marketscreener.com bei 328,95 US-Dollar, und damit rund 55 Prozent über dem aktuellen Kursstand. Entsprechend lauten die Empfehlungen:

  • 59 von 62 Analysten würden Nvidia kaufen
  • Zwei raten aktuell zum Halten der Papiere
  • Lediglich einer gibt eine Verkaufsempfehlung

Die Rede ist laut Goldesel von Jay Goldberg, Analyst bei Seaport Research Partners, der jüngst seine Verkaufsempfehlung für Nvidia bestätigt habe. Sein Kursziel von 180 US-Dollar liegt deutlich unter dem Schlusskurs vom Freitag. „Zugleich räumt der Analyst ein, dass Nvidia kurzfristig weiter von starken Verkäufen profitieren und bei Schwierigkeiten von Wettbewerbern sogar als vergleichsweise sicher gelten könnte“, so der Bericht.  Seine skeptische Einschätzung richte sich vor allem auf längerfristige Risiken.

Goldberg verweist demnach auf angekündigte Rechenzentrumsprojekte mit insgesamt rund 55 Gigawatt geplanter Kapazität im Jahr 2027. „Seiner Einschätzung nach könnten fehlende Elektriker, Gasturbinen und Netzanschlüsse jedoch verhindern, dass mehr als etwa 30 Gigawatt tatsächlich umgesetzt werden“, heißt es.

UBS: Prognose von 300 Dollar bestätigt

Gänzlich anderer Meinung war vor zwei Wochen Timothy Arcuri von der Schweizer Großbank UBS: Der Analyst hatte die Einstufung für Nvidia auf „Buy“ mit einem Kursziel von 300 US-Dollar belassen, was mittelfristig immerhin gut 40 Prozent Kurszuwachs verspricht. Die jüngsten taiwanesischen Exportdaten zu Geräten für die automatische Datenverarbeitung (ADP) ließen nur bedingt Rückschlüsse auf den Umsatz des amerikanischen KI-Chipherstellers zu, schrieb er. Näheres wird man aber erst Ende November erfahren, wenn Nvidia den Quartalsbericht vorlegt.

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 26. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)