Liebe Leserin, lieber Leser,
auf kurze Sicht hat die Aktie von Nvidia zuletzt ordentlich zugelegt. 182,81 US-Dollar standen beim US-Chip-Konzern am vorigen Wochenende an der Nasdaq auf dem Kurszettel, 189,82 Dollar waren es an diesem Freitag zum Handelsschluss. Doch geht man etwas weiter zurück, zwei Wochen etwa, wird deutlich, dass die Nvidia-Aktie lediglich verlorenen Boden gutgemacht hat. 193,66 Dollar war sie den Anlegern am 9. Februar wert, bevor sie zunächst deutlich abgab. Dass die Anleger wieder etwas zuversichtlicher wurden, hat wohl damit zu tun, dass das Unternehmen kurz vor den Quartalszahlen nochmal einen rausgehauen hat. Und ein Analyst legte noch einen obendrauf.
Nvidia tütet Deal mit Meta ein
Denn Nvidia gab am Dienstag der vergangenen Woche bekannt, dass man einen mehrjährigen Vertrag unterzeichnet habe, um Meta Platforms Millionen seiner aktuellen und künftigen Chips für künstliche Intelligenz zu liefern, darunter auch zentrale Prozessoren, die mit Produkten von Intel und Advanced Micro Devices konkurrieren, wie es in Medienberichten hieß.
Über das Volumen des Geschäfts mit dem Facebook-Konzern hüllte sich Nvidia indes in Schweigen. Laut investing.com erklärte der US-Konzern lediglich, dass es sowohl die aktuellen Blackwell-Chips als auch die künftigen Rubin-AI-Chips umfasst. „Ebenfalls enthalten sind eigenständige Installationen der zentralen Prozessoren Grace und Vera.“
- Klar sei: Die Partnerschaft gehe deutlich über die bisherige Zusammenarbeit hinaus, hieß es bei Der Aktionär
- Meta werde als erster Konzern Nvidias Grace-Prozessoren im großen Stil als Standalone-CPUs betreiben
Am Mittwoch legt Nvidia Quartalszahlen vor
Und so blicken die Anleger, die zuletzt allen Aktien im Bereich der KI eher skeptisch gegenüberstanden, nun offenbar wieder positiver auf den Chip-Riesen. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Aktie seit Jahresbeginn, als diese bei 192,90 Dollar gehandelt worden war, kein Stück vorn kam. Seit ihrem Höchststand im Oktober bei 212 Dollar, hat sie sogar knapp zweistellig abgegeben.
Nvidia Aktie Chart
Wie es mit Nvidia an der Börse weitergeht, entscheidet sich wohl am Mittwoch. Denn dann wird der Chip- und Grafikkarten-Spezialist seine Quartalszahlen vorlegen.
Fast alle Analysten würden Nvidia kaufen
Die kanadische Bank RBC hat sich im Vorfeld schon einmal festgelegt – und die Einstufung für Nvidia vor dem Wochenende auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 240 US-Dollar belassen. Aus Investorensicht stünden der Auftragsbestand, die Profitabilität sowie die Fortschritte der KI-Computing-Plattform Rubin im Fokus, schrieb Analyst Srini Pajjuri in seinem Ausblick. Er rechnet „mit einem soliden Jahresviertel des Chip-Herstellers“. In der Folge sieht er demnach weiteres Kurspotenzial bei der Nvidia-Aktie von rund 25 Prozent.
Damit befindet sich der RBC-Analyst knapp unter dem Konsens: 253,88 US-Dollar lautet das durchschnittliche Kursziel für Nvidia aus 61 Analysen, die marketscreener.com zusammengetragen hat. Die Beobachter sehen die Papiere somit rund ein Drittel höher. Entsprechend lauten die Empfehlungen.
- 57 Analysten würden Nvidia aktuell kaufen
- drei empfehlen den Titel zu halten
- nur einer würde im Moment verkaufen
UBS setzte Kursziel hoch auf 245 Dollar
So hatte etwa die schweizer UBS das Kursziel für Nvidia vor den Quartalszahlen jüngst von 235 auf 245 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Der Halbleiterkonzern dürfte im vierten Geschäftsquartal einen Umsatz von 67,5 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet haben, schrieb Timothy Arcuri am 10. Febnruar. Dies seien rund 2,5 Milliarden Dollar mehr als vom Unternehmen angepeilt.
Noch weitaus optimistischer zeigte sich bereits Ende Januar Stacy A. Rasgon vom US-Analysehaus Bernstein Research: Er hatte Nvidia auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 275 US-Dollar belassen, 45 Prozent über dem aktuellen Kursstand. Nach all den Vorschusslorbeeren muss der US-Konzern am Mittwoch am besten liefern.
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