Nvidia-Aktie: Nichts zu befürchten?

Nvidia kämpft mit Lizenzverzögerungen für H20-Chips in China. Chinesische Bedenken und bürokratische Hürden bremsen den Aktienkurs.

Auf einen Blick:
  • US-Behörden verzögern Lizenzen für China-Exporte
  • Chinesische Regierung äußert Sicherheitsbedenken
  • Nvidia weist Vorwürfe öffentlich zurück
  • Aktienkurs zeigt erste Schwächezeichen

Noch immer hat Nvidia seine liebe Not damit, H20-Chips wieder in Richtung China zu verkaufen. Zwar hat die US-Regierung dem Unternehmen grünes Licht dafür gegeben, entsprechende Lizenzen zu beantragen. Aufgrund eines beispiellosen Rückstaus in US-Behörden wurde Medienberichten zufolge aber noch keine tatsächliche Lizenz vergeben.

Gegenwind kam zwischenzeitlich auch in China auf, wo die Regierung in Peking sich Sorgen um mögliche Hintertüren bei Hard- und Software machte. Dabei stützte man sich auf entsprechende Aussagen aus den USA, welche etwa die Rückverfolgbarkeit von KI-Chips forderten, die ihren Weg ins Reich der Mitte finden.

Nvidia weist Bedenken zurück

Laut einem Bericht von „AInvest“ trafen sich Vertreter von Nvidia kürzlich mit chinesischen Beamten in Peking und wiesen dabei jegliche Bedenken zurück. Es gebe keine Vorrichtungen bei H20-Chips, welche einen Fernzugriff in irgendweiner Weise erlauben würden. Der Einsatz sei daher in allen Branchen als sicher zu betrachten.

Ob China diesen Worten auch Glauben schenken mag, das ist bisher noch nicht ganz klar. Nüchtern feststellen lässt sich momentan lediglich, dass Nvidia aus verschiedenen Gründen noch nicht tatsächlich neue H20-Chips in die Volksrepublik verschiffen kann. Für manchen Anleger ist das durchaus ein kleiner Dämpfer.

Widerstand beim Aktienkurs

Nvidia Aktie Chart

Darauf deutet zumindest der Aktienkurs hin, welcher aktuell keine neuen Rekorde mehr auf die Beine zu stellen vermag. Am Dienstag musste die Nvidia-Aktie Verluste von knapp einem Prozent verkraften und der Aktienkurs fiel auf 178,26 US-Dollar zurück. Meckern lässt sich hier noch immer nicht. Doch sollte nicht bald Klarheit über den Verkauf von H20-Chips in China herrschen, so könnten manche Vorschusslorbeeren durchaus wieder ausgepreist werden. Anleger hoffen daher sowohl in den USA als auch in China selbst auf Bewegung in der Sache.

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