Nvidia-Aktie nach den Zahlen: Der reinste Wahnwitz!

Nvidia legt erneut Rekordumsatz vor, die Aktie fällt dennoch leicht. Hohe Erwartungen und China-Unsicherheit belasten den Kurs.

Auf einen Blick:
  • Umsatz steigt auf 81,6 Milliarden Dollar
  • Gewinn je Aktie mehr als verdoppelt
  • Neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt
  • China-Geschäft bleibt unsicher

Die Nvidia-Aktie musste am Donnerstagvormittag einen leichten Rücksetzer hinnehmen. Konkret verlor der Tech-Titel im deutschen Handel 0,6 % auf 191 Euro. Das 1-Monats-Plus verringerte sich dadurch auf +11,3 % (Stand: 21.05.2026, 9:00 Uhr, Tradegate).

Nvidia-Aktie: Konzern meldet Rekordzahlen für Q1 26

Dabei hatte Nvidia am Mittwochabend erneut Rekordzahlen präsentiert, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Demnach stiegen die Erlöse im ersten Quartal 2026 um satte 85 % auf 81,6 Mrd. USD – und lagen somit deutlich über den Analystenerwartungen von rund 78,9 Mrd. USD. Der bereinigte operative Gewinn schoss um knapp 150 % auf 53,5 Mrd. USD nach oben. Das Ergebnis pro Aktie betrug 1,87 USD, gegenüber 0,76 USD im Vorjahr.

Für das laufende zweite Quartal stellt Nvidia einen Umsatz von rund 91 Mrd. USD in Aussicht – auch das liegt über dem, was die Wall Street im Vorfeld erwartet hatten. Gleichzeitig erhöht der Konzern seine Quartalsdividende erheblich und etabliert ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 80 Mrd. USD.

Nvidia-Aktie: Nächste Chipgeneration bereits vor Marktstart knapp

Nvidia-Chef Jensen Huang wies laut Reuters darauf hin, dass die Nachfrage nach KI-Chips weiter stark wachse. Bei der kommenden Prozessorgeneration mit dem Namen „Vera Rubin“, deren Auslieferung für die zweite Jahreshälfte geplant ist, rechnet der Konzernboss bereits jetzt mit anhaltenden Engpässen.

Zusätzliches Wachstumspotenzial sieht er künftig vor allem im Bereich Robotik sowie bei klassischen Serverprozessoren, wo Nvidia in diesem Jahr Umsätze von rund 20 Mrd. USD anpeilt.

Nvidia-Aktie: Warum sie trotzdem nachgab

Obwohl die Zahlen objektiv stark ausfielen, verlor die Nvidia-Aktie bereits im nachbörslichen Handel rund 1,3 %. Der Grund liegt im Phänomen der überzogenen Erwartungen: Nvidia hat Anleger in den vergangenen Jahren so sehr an dramatische Überraschungen gewöhnt, dass selbst ein solides Übertreffen der Schätzungen nicht mehr ausreicht, um Kursgewinne auszulösen.

Hinzu kommt Unsicherheit rund um das China-Geschäft: Die US-Regierung erlaubt zwar wieder den Verkauf bestimmter Chip-Systeme nach China, erhebt dafür aber eine Abgabe von 25 %. Und ob chinesische Unternehmen diese Chips tatsächlich kaufen dürfen, ist weiterhin offen.

Nvidia ist mit einer Marktbewertung von rund 5,6 Billionen USD derzeit das wertvollste Unternehmen der Welt. Der KI-Boom hat den Börsenwert des Konzerns in den vergangenen fünf Jahren um mehr als das 15-Fache steigen lassen – eine Bewertung, die kaum noch Spielraum für Enttäuschungen lässt, selbst wenn die Zahlen fundamental überzeugen.

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 21. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)