Nvidia-Aktie: Da muss man einfach dabei sein!

Nvidia-Chef Jensen Huang wird Mitglied im Beirat der Elite-Uni Tsinghua. Der Schritt gilt als diplomatisches Signal im China-Geschäft.

Auf einen Blick:
  • Beitritt in renommiertes Gremium
  • Signal für China-Engagement
  • Exportbeschränkungen belasten Geschäft
  • Wettbewerber Huawei profitiert

Nvidia stärkt seinen Einfluss in China: So hat Konzernboss Jensen Huang einer Einladung der Tsinghua University School of Economics and Management in Peking zugestimmt, deren Beirat beizutreten. Das berichtete die Financial Times unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Nvidia und die Universität haben den Schritt bislang nicht offiziell bestätigt.

Nvidia-Aktie: Exklusives Gremium mit globalen Tech-Schwergewichten

Der 65-köpfige Beirat wurde im Jahr 2000 gegründet und zählt zu seinen Mitgliedern einige der bekanntesten Unternehmenslenker der Welt: Apple-Chef Tim Cook sitzt dem Gremium als Vorsitzender vor, weitere Mitglieder sind Tesla-Gründer Elon Musk, Microsoft-Chef Satya Nadella, Meta-Chef Mark Zuckerberg, Dell-Gründer Michael Dell sowie die Finanzschwergewichte Jamie Dimon von JPMorgan und Larry Fink von BlackRock.

Die Tsinghua University gilt als Chinas angesehenste Hochschule und wird mitunter als „Chinas Harvard“ bezeichnet – zahlreiche chinesische Spitzenpolitiker haben dort studiert.

Nvidia-Aktie: Symbolischer Schritt mit strategischem Hintergrund

Der Schritt fällt in eine Zeit, in der Nvidia in China erheblichen Gegenwind spürt. Die Volksrepublik machte einst rund ein Fünftel des Konzernumsatzes aus. Seit 2022 schränken US-Exportverbote den Verkauf von Nvidias leistungsfähigsten KI-Chips nach China ein – mit dem Argument, die Technologie könne für militärische Zwecke genutzt werden. Huang hatte erst kürzlich eingeräumt, dass die Exportbeschränkungen chinesischen Wettbewerbern wie Huawei dabei geholfen haben, ihre Marktposition im dortigen KI-Markt zu stärken.

Huang hatte China zuletzt Mitte Mai als Teil der US-Delegation von Präsident Donald Trump besucht. Einen Durchbruch bei der Freigabe von Nvidias fortschrittlichen H200-Chips für den chinesischen Markt gab es jedoch nicht.

Der Beiratssitz ist kein operatives Mandat, sondern ein diplomatisches Signal: Huang hält trotz aller politischen Spannungen die Gesprächskanäle nach China offen. Für Anleger ist das ein Zeichen, dass Nvidia diesen gigantischen Markt nicht aufgeben will.

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