Nvidia-Aktie: Massiver Crash schon bald?

Starinvestoren sehen Parallelen zur Dotcom-Blase und warnen vor Nvidias Finanzierungskreislauf. Burry baut Short-Positionen aus.

Auf einen Blick:
  • Cuban sieht Dotcom-Parallelen
  • Burry erhöht Short-Wetten
  • Kreditausfallversicherungen verdoppeln sich
  • Kritik an zirkulärer Chip-Finanzierung

Michael Burry und Mark Cuban bekräftigen ihre Skepsis gegenüber dem KI-Boom: Wie der „Business Insider“ berichtet, haben die Starinvestoren auf der Plattform X erneut das Risiko rund um Nvidia betont.  Dem Bericht zufolge sehen Burry und Cuban Parallelen zu früheren Spekulationsblasen und rücken dabei ein spezifisches Finanzierungsmodell ins Zentrum ihrer Kritik.

Nvidia-Aktie: Cuban sieht Nvidia als Dotcom-Blase in neuer Verpackung

Cuban brachte seine Sorge in einem Post auf X auf den Punkt: Nvidia finanziere beim Kauf seiner eigenen Chips für den Bau von Rechenzentren indirekt mit – und mache sich damit selbst zum zentralen Risikofaktor des gesamten Systems.

Das erinnere ihn stark an das Platzen der Dotcom-Blase, nur dass diesmal nicht Börsengänge die Kapitalquelle seien, sondern Nvidia selbst diese Rolle übernommen habe. Ein einziger technologischer Durchbruch bei einem Konkurrenten oder ein Fehltritt könnte das gesamte Konstrukt destabilisieren.

Nvidia-Aktie: Burry setzt noch härter auf fallende Kurse

Michael Burry, der durch seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt in „The Big Short“ bekannt wurde, geht noch weiter. Laut Medienberichten hat er seine Short-Position gegen Nvidia zuletzt ausgebaut und hält in großem Umfang Put-Optionen auf die Aktie. Der Investor profitiert also davon, wenn die Nvidia-Aktie fällt.

Als besonders alarmierendes Signal wertet Burry die Entwicklung der sogenannten Credit Default Swaps auf Nvidia – also Finanzprodukte, mit denen Investoren sich gegen einen Kreditausfall des Unternehmens absichern. Diese hätten sich innerhalb von rund zwei Monaten nahezu verdoppelt. Das deute darauf hin, dass der Markt das Risiko eines Ausfalls von Nvidias finanziellen Verpflichtungen deutlich höher einschätze als noch im Frühjahr.

Auch Burry moniert das Finanzierungssystem: Ein erheblicher Teil der Chip-Nachfrage stamme nicht von zahlungsfähigen Endkunden, sondern werde durch gegenseitige Finanzierungsvereinbarungen am Leben gehalten – ein zirkuläres System „biblischen Ausmaßes, so der Starinvestor.

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