Liebe Leserin, lieber Leser,
langsam aber kontinuierlich hat sich die Aktie von Nvidia aus ihrem Tief von Ende März befreit. Bis auf 164,28 US-Dollar waren die Papiere des US-Chip-Giganten damals zurückgefallen, gut zwei Wochen später bewegt sich die Nvidia-Aktie wieder im Preisbereich von 200 Dollar. Das Hoch aus dem Oktober 2025, ausgebildet bei 212 Dollar, scheint damit wieder in Reichweite. Unter anderem sorgen die Zahlen eines anderen Unternehmens als Kurstreiber für die KI-Branche.
Rekordzahlen bei TSMC beflügeln KI-Branche
Es ist der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter TSMC, der im ersten Quartal mit starken Zahlen aufwartete. Wie das Unternehmen mitteilte, stieg der Nettogewinn um 58,3 Prozent auf 572,48 Milliarden Neue Taiwan-Dollar. Auch der Umsatz legte kräftig zu und stieg um 35,1 Prozent auf 1,134 demnach Billionen Neue Taiwan-Dollar.
Mit disen Zahlen übertrafen die Taiwaner laut Manager Magazin klar die Erwartungen „und zeigten, dass die Nachfrage nach fortschrittlichen Chips hoch bleibt“. Zudem wolle TSMC seine Investitionen erhöhen, um die Kapazitäten durch die KI-getriebene Nachfrage auszubauen, wie es heißt. Das Unternehmen plant etwa zusätzliche Fertigungskapazitäten, unter anderem mit einer neuen Chipfabrik in Taiwan.
- All das lässt positive Rückschlüsse auch auf die Situation bei Nvidia zu
- TSMC ist ein wichtiger Auftragsfertiger und Zulieferer für den Techkonzern
Nvidia hatte den Gewinn zuletzt verdoppelt
Tatsächlich hatte der KI-Boom Nvidia zuletzt abermals ein Rekordquartal mit explosivem Wachstum beschert. Im letzten Jahresviertel des vergangenen Geschäftsjahrs 2025/26, das bis Ende Januar lief, verdoppelte sich der Nettogewinn im Jahresvergleich laut tagesschau.de auf 42,9 Milliarden Dollar. Noch stärker aber zog der Umsatz an – mit einem Plus von 73 Prozent auf 68,1 Milliarden Dollar. Der Chip-Gigant übertraf damit erneut die Erwartungen der Wall Street.
Finanzchefin Collette Kress gab zudem „einen optimistischen Umsatzausblick“, wie es im Februar hieß. Für das laufende Quartal prognostiziert sie einen Umsatz von 78 Milliarden Dollar – deutlich mehr als die rund 72 Milliarden Dollar, mit denen Analysten offenbar rechnen. Die Sorgen um das China-Geschäft dämpften die Kauflaune der Anleger jedoch zunächst. Die endgültigen Zahlen werden Ende Mai erwartet.
Analyst beließ Nvidia-Kursziel bei 300 Dollar
Die Analysten hingegen waren mehrheitlich angetan – und vergaben zum Teil hohe Kursziele. Mit am zuversichtlichsten zeigte sich Bernstein Research. Das Analysehaus hatte die Einstufung für Nvidia nach der GTC-Konferenz zum Thema Künstliche Intelligenz Mitte März mit einem Kursziel von 300 US-Dollar auf „Outperform“ belassen. Dafür müsste sich die Aktie um noch einmal 50 Prozent steigern.
Auf der GTC habe Nvidia-Chef Huang Jensen klargestellt, dass das kumulierte Auftragsziel von einer Billion US-Dollar bis 2027 nur die KI-Mikrosysteme Blackwell und Rubin umfasst, schrieb Stacy A. Rasgon zur Begründung seines Optimismus. Der Inferenz-Beschleuniger Groq biete zusätzliche Wachstumschancen für den Halbleiterkonzern. Und so bestätigten laut finanzen.net auch andere Beobachter im Laufe des März ihre teils ambitionierten Prognosen:
- UBS: 245,00 USD, +23,72%
- Barclays: 275,00 USD, +38,87%
- Deutsche Bank: 220,00 USD, +11,09%
- RBC Capital: 250,00 USD, +26,24%
Deutsche Bank bei Nvidia etwas vorsichtiger
Etwas vorsichtiger zeigte sich also lediglich die Deutsche Bank, die das Nvidia-Kursziel nach der GTC-Konferenz auf 220 US-Dollar mit „Hold“ belassen hatte. Der Halbleiterhersteller treibe die Produktentwicklung weiter voran, schrieb Ross Seymore in seinem Kommentar vom 18. März. Das Unternehmen habe die Bedeutung von Inferenz-Beschleunigern für die nächste Phase der Nutzung von KI hervorgehoben. Seit dem Analysetag hat die Nvidia-Aktie indessen bereits wieder zweistellig zugelegt.
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