Nvidia macht ernst mit Quantencomputing. Der Chipkonzern hat unter dem Namen Ising die erste Familie offener KI-Modelle vorgestellt, die speziell für den Einsatz in Quantensystemen entwickelt wurde. Jensen Huang, Gründer und CEO von Nvidia, formulierte es so: „Ohne KI ist ein praktischer Einsatz von Quantencomputing kaum denkbar.“ KI wird demnach zur Steuerzentrale der Quantenmaschinen, zum Betriebssystem fragiler Qubits.
Zwei Modelle, zwei Probleme
Konkret besteht Ising aus zwei Komponenten. Ising Calibration ist ein Vision-Language-Modell, das Messungen von Quantenprozessoren interpretiert und automatisch reagiert. Die Kalibrierungszeit soll dabei von Tagen auf Stunden sinken. Ising Decoding wiederum ist ein dreidimensionales neuronales Netzwerk für Echtzeit-Fehlerkorrektur, wahlweise auf Geschwindigkeit oder Genauigkeit optimiert.
Klingt technisch. Ist es auch. Aber der Punkt ist ein anderer: Nvidia schafft sich damit Relevanz in einem Markt, der heute noch klein ist, aber wachsen soll.
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Schon jetzt nutzen laut Nvidia Unternehmen und Forschungseinrichtungen die neuen Modelle. IonQ ist dabei, Cornell und Harvard auch, dazu das Fermi National Accelerator Laboratory. Das ist keine schlechte Gesellschaft für einen Ersteinstieg.
Ising reiht sich ein in Nvidias wachsendes Open-Model-Portfolio neben Nemotron, Cosmos, Alpamayo, GROOT und BioNeMo. Jensen Huang baut offenbar ein KI-Modell-Imperium, Branche für Branche.
Nvidia Aktie Chart
11 Milliarden bis 2030, sagt Nvidia
Den Quantencomputing-Markt schätzt Nvidia auf mehr als 11 Milliarden Dollar bis 2030. Das ist nicht nichts, aber auch kein Vergleich zu dem, was der Konzern heute allein mit KI-Chips umsetzt. Wer also glaubt, Ising sei ein neuer Wachstumstreiber für die Nvidia-Aktie, sollte die Kirche im Dorf lassen. Es ist ein Positionierungsschachzug, kein Quartalsergebnis. Ob der aufgeht, entscheidet sich nicht 2025.
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