Das australische KI-Infrastrukturunternehmen Firmus Technologies hat kürzlich laut Reuters eine strategische Partnerschaft mit Nvidia unterzeichnet, um aufstrebenden KI-Unternehmen einen kosteneffizienteren Zugang zu Rechenkapazitäten zu ermöglichen.
Nvidia-Aktie: 170.000 Chips, bis zu 30 Milliarden Dollar Umsatz über sechs Jahre
Firmus wird im Rahmen der Vereinbarung Nvidia-Infrastruktur erwerben und Nvidia-gestützte Cloud-Dienste unter anderem an sogenannte „AI Native“-Kunden verkaufen – ein Modell, das Nvidia sowohl Produktumsätze als auch Anteile an den Cloud-Erlösen einbringt.
Insgesamt sollen von Anfang 2027 bis Anfang 2028 rund 170.000 Grafikprozessoren ausgeliefert werden, die in Batam (Indonesien) betrieben werden. Firmus erwartet aus dem Abkommen basierend auf bestehenden Kundenvereinbarungen über sechs Jahre bis zu 30 Milliarden Dollar Umsatz.
Nvidia-Aktie: Von Bitcoin-Mining zu milliardenschwerer KI-Infrastruktur
Firmus wurde 2019 ursprünglich mit Schwerpunkt auf Bitcoin-Mining-Technologie gegründet, bevor das Unternehmen seinen Fokus auf energieeffiziente KI-Rechenzentren verlagerte. Im April 2026 schloss Firmus eine Eigenkapitalrunde über 505 Millionen Dollar ab und erreichte damit eine Bewertung von 5,5 Milliarden Dollar – mit Nvidia selbst als Investor.
Firmus-Co-Chef Tim Rosenfield betonte laut Reuters, man habe daran gearbeitet, die Kostenlücke zwischen den Vorteilen, die große Konzerne dank ihrer Kreditwürdigkeit genießen, und denen kleinerer Aufsteiger zu schließen. Nvidia ist als Bestandsinvestor in Firmus vertreten. Das Unternehmen hat zudem Investmentbanken für eine mögliche Börsennotierung beauftragt.
Die Partnerschaft zeigt, wie Nvidia sein Umsatzmodell über direkte Chipverkäufe hinaus ausbaut: Indem der Konzern Anteile an den Cloud-Erlösen seiner Partner erhält, verschafft er sich und seinen Anlegern langfristig attraktive Zusatz-Cashflows.
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