Nvidia-Aktie: Irrer China-Kracher vor Zündung!

Nvidia bringt mit Vera erstmals eigene CPUs auf den Markt, um das China-Geschäft wiederzubeleben. Erste Bestellungen sind bereits möglich.

Auf einen Blick:
  • Eigene Prozessorfamilie Vera vorgestellt
  • Fokus auf KI-Rechenzentren in China
  • Start der Auslieferung ab August
  • Direkte Konkurrenz zu Intel und AMD

Nach den schweren Schlappen in China will der US-Chipkonzern Nvidia sein dortiges Geschäft nun mit einer neuen Produktkategorie wiederbeleben. Wie aus einem Reuters-Bericht hervorgeht, hat das Unternehmen chinesischen Kunden mitgeteilt, dass die neuen Vera-Prozessoren bereits ab August verfügbar sein könnten. Interessenten sollen bereits jetzt Bestellungen aufgeben können.

Nvidia-Aktie: Klassische Prozessoren für China-Geschäft

Bei Vera handelt es sich um die erste eigenständige Prozessorfamilie von Nvidia. Anders als die bekannten Grafikprozessoren des Konzerns übernimmt Vera die klassischen Rechenaufgaben in KI-Rechenzentren. Die Chips wurden speziell für sogenannte KI-Agenten entwickelt, die Aufgaben zunehmend selbstständig ausführen können. Nvidia zufolge soll Vera bei bestimmten Anwendungen bis zu 1,8-mal schneller arbeiten als vergleichbare Konkurrenzprodukte.

Die Einführung erfolgt in einer schwierigen Phase für Nvidia in China. Aufgrund amerikanischer Exportbeschränkungen für leistungsstarke KI-Chips ist das Geschäft des Konzerns im Land stark zurückgegangen. Firmenchef Jensen Huang hatte bereits im vergangenen Jahr erklärt, dass der Marktanteil des Unternehmens in China nahezu auf null gesunken sei. Der Verkauf von Prozessoren könnte jedoch einfacher sein als jener von Grafikprozessoren, da CPUs weniger strengen Exportauflagen unterliegen.

Nvidia-Aktie: Milliardenmarkt für KI-Rechenzentren im Fokus

Reuters zufolge plant bereits ein großer chinesischer Cloud-Anbieter eine Testbestellung von mehr als 300 Servern mit jeweils zwei Vera-Prozessoren. Nvidia erwartet, dass sich die neue Produktlinie zu einem milliardenschweren Geschäft entwickeln könnte. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit Umsätzen von rund 20 Milliarden US-Dollar durch Vera-Chips.

Mit Vera tritt Nvidia direkt gegen die etablierten Prozessorhersteller Intel und AMD an. Die Nachfrage nach Server-Prozessoren steigt derzeit stark an, da sich der KI-Markt zunehmend vom Training von Modellen hin zum täglichen Betrieb von KI-Anwendungen verlagert.

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