Nvidia zapft den Kapitalmarkt an: Laut Insiderberichten von CNBC und Reuters plant der Chipkonzern 20 Milliarden Dollar über eine Anleihe einzusammeln. Der Techgigant greift damit erstmals seit 2021 wieder auf den Fremdkapitalmarkt zurück, um die enormen Investitionskosten für die Produktion modernster KI-Chips zu finanzieren
Nvidia-Aktie: Nachfrage übersteigt Angebot um mehr als das Vierfache
Die Anleihe ist in sieben Tranchen mit Laufzeiten bis ins Jahr 2056 strukturiert. Die Investorennachfrage erreichte bereits 85 Milliarden Dollar – mehr als das Vierfache des angestrebten Emissionsvolumens.
Zuletzt hatte Nvidia 2021 eine Anleihe über fünf Milliarden Dollar im Investment-Grade-Segment platziert. Ein Unternehmenssprecher erklärte, die Erlöse sollten für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden, einschließlich der Rückzahlung und Refinanzierung bestehender Anleihen.
Nvidia-Aktie: Auch andere Techgiganten setzen massiv auf Fremdkapital
Nvidia reiht sich damit in eine wachsende Liste großer Technologiekonzerne ein, die verstärkt auf Anleihen zurückgreifen: Meta hatte im Oktober eine Anleihe über bis zu 30 Milliarden Dollar angekündigt, während Alphabet im vergangenen Monat erstmals Pläne für eine in japanischen Yen denominierte Anleihe offenlegte. Insgesamt sollen die KI-Investitionen der großen Technologiekonzerne in diesem Jahr auf mehr als 700 Milliarden Dollar steigen – nach rund 400 Milliarden Dollar im Jahr 2025.
Bemerkenswert ist dabei, dass Nvidia selbst keine großen Rechenzentren baut – die eigenen Chips werden jedoch in genau jenen Servern verbaut, nach denen Unternehmen für das Training und den Betrieb immer fortschrittlicherer KI-Modelle eine extrem hohe Nachfrage zeigen. Um mit der schnellen Entwicklung des KI-Sektors Schritt zu halten, investiert Nvidia massiv in die Entwicklung immer leistungsfähigerer Prozessoren und bringt inzwischen jährlich eine neue Chip-Generation auf den Markt.
Zum Ende des ersten Quartals 2026 verfügte Nvidia über liquide Mittel von 13,24 Milliarden Dollar.
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