Liebe Leserin, lieber Leser,
die Aktie von Nvidia war mit richtig Schmackes in den Juni gestartet: Am letzten Handelstag im Mai an der Nasdaq waren die Papiere des US-Chipgiganten an der Nasdaq bei 211,14 US-Dollar bewertet worden, den Montag beendeten sie bereits bei 224,36 Dollar – ein Plus von 6,2 Prozent. Am Dienstag legte die Nvidia-Aktie dann noch einen drauf und notierte zwischenzeitlich bei 232,28 Dollar. Dann aber setzten offenbar Gewinnmitnahmen ein, ein neues Rekordhoch hatte sie damit ganz knapp verpasst. Denn nach wie vor steht damit das Rekordhoch von 236,54 Dollar vom 16. Mai.
Nvidia Aktie Chart
Nvidia greift AMD und Intel an
Dass die Anleger bei Nvidia wieder so beherzt zugriffen, hatte seinen Grund offensichtlich in einer Ankündigung, die vor allem AMD und Intel aufschrecken sollten. Denn im Vorfeld der Computex 2026, die noch bis zum 5. Juni 2026 in Taipeh stattfindet, hatte der US-Konzern den RTX Spark Superchip vorgestellt, die Consumer-Variante des im Profisegment beheimateten DGX Spark Superchips. Damit wildert Nvidia, bekannt vor allem für seine Grafikkarten und Hochleistungschips, klar im Feld der Wettbewerber.
Der US-Chiphersteller Nvidia steige in den Markt für Laptops mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows ein, wie es bei tagesschau.de heißt. Jensen Huang kündigte auf der Computermesse die sogenannten RTX-Spark-Laptops an, die er als „Laptops der nächsten Generation“ bezeichnete. „Sie sollen leistungsstärker sein als Konkurrenzprodukte“, so der Bericht. Microsoft und Nvidia würden „den PC neu erfinden“, verkündete Huang demnach selbstbewusst. Und dann wurde er pathetisch: Er sprach demnach davon, dass die Entwicklung genauso bedeutend sei „wie die Transformation des Telefons zu dem, was wir heute als Smartphone kennen.“
- Der PC soll im Herbst auf den Markt kommen
- Nvidia liefere vor allem den Zentralprozessor
Nvidia-KI entwirft in Sekunden Villa am Meer
Die Implementierung der KI-tauglichen Prozessoren bezeichnete der Nvidia-Chef als größte Neuerfindung: Sie sollen dafür sorgen, dass möglichst viele Aufgaben der KI direkt auf dem Rechner ausgeführt werden, ohne den Umweg über die Cloud zu nehmen. In einem Video entwarf eine Architektur-Anwendung auf dem Laptop etwa innerhalb kürzester Zeit einen fotorealistischen Entwurf für eine Villa am Meer. „Die brauchbare KI ist jetzt da“, wird Huang zitiert – und meinte damit den Übergang von der generativen KI, bei der Menschen der KI Aufgaben stellen, hin zur agentischen KI, die quasi von allein arbeitet.
Huang kündigte in seiner Keynote laut heise.de an, dass etliche Hersteller an entsprechenden Notebooks mit Nvidia-Technologie arbeiten, darunter Acer, Asus (ProArt P14 und P16), Dell (XPS), Lenovo (Legion, IdeaPad, Yoga), Microsoft (Surface Laptop Ultra) und MSI. „Einige Hersteller wie Microsoft haben bereits begonnen, ihre Geräte in eigenen Blogs und auf Social Media anzuteasern, doch konkrete technische Details sind bei keinem darunter“, heißt es.
- So wird es wohl noch bis mindestens September dauern, bis Geräte mit dem neuen Nvidia-Chip in den Handel gelangen
- Möglicherweise ist das der Grund, warum die anfängliche Euphorie an den Aktienmärkten nicht allzu lange angehalten hat
Weiter hohe Kursziele für Nvidia-Aktie
Doch auch so kann sich die Performance der Nvidia-Aktie aus den vergangenen Monaten durchaus sehen lassen. Mit einem Kurs von aktuell 222,82 US-Dollar haben die Papiere alleine seit Ende März, als zwischenzeitlich nur noch 164,28 Dollar auf dem Kurszettel standen, um 35 Prozent im Wert zugelegt.
Geht es nach den Analysten, wird es noch weiter nach oben gehen: Das durchschnittliche Kursziel für die Nvidia-Aktie liegt laut marketscreener.com derzeit bei knapp 297 Dollar, rund ein Drittel über dem aktuellen Kursstand.
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