Nvidia baut sein Hardware-Angebot für KI-Entwickler weiter aus. Am Freitag kündigte das Unternehmen das System DGX Spark mit 64GB Unified Memory an. Die neue Ausstattung soll es Softwareentwicklern ermöglichen, lokale Künstliche Intelligenz direkt vor Ort aufzubauen und zu skalieren. An den Finanzmärkten sorgte der Schritt für Unterstützung: Im deutschen Handel legte die Nvidia-Aktie am Freitag um 1,1 % zu und ging bei 207,85 € aus dem Handel.
Nächster Auftritt mit Microsoft
Bereits am 7. Oktober 2026 folgt der nächste Termin, der für neue Impulse sorgen könnte. Microsoft hat eine Veranstaltung rund um Windows und Surface angekündigt, bei der NVIDIA RTX Spark vorgestellt werden soll.
Für das Treffen wird zudem die persönliche Teilnahme von NVIDIA CEO Jensen Huang erwartet. Die gemeinsame Präsentation unterstreicht die Bestrebungen beider Konzerne, moderne KI-Rechenleistung über zentrale Rechenzentren hinaus direkt an Entwicklerarbeitsplätze und in Anwenderumgebungen zu bringen.
Plattform für KI-Agenten und Cloud-Ausbau
Parallel zur Hardwareentwicklung treibt das Unternehmen auch die Sicherheitsarchitektur für autonome Systeme voran. Am 28. September stellte Nvidia die Open Agent Safety Platform vor. Diese offene Softwareplattform und das dazugehörige Referenzdesign sollen als Rahmenwerk dienen, um sogenannte KI-Agenten von der Testphase bis zum praktischen Einsatz zu überwachen und zu steuern.
Gleichzeitig bleibt das Cloud-Segment ein tragendes Element für das Geschäft. Am Donnerstag beschrieb der Anbieter CoreWeave seine KI-Cloud, die vollständig auf Rechenleistung, Netzwerktechnik und Software von Nvidia aufsetzt. Die beiden Unternehmen blicken dabei auf eine Entwicklungszusammenarbeit von fast einem Jahrzehnt zurück.
Zudem gab Nvidia am Donnerstag bekannt, dass das Modell GPT-6 Astra Ultrafast, welches auf Nvidia Blackwell GPUs läuft, in der OpenAI-API sowie für berechtigte Nutzer von ChatGPT Work und Codex verfügbar ist.
Aktie notiert nahe dem Jahreshoch
Die anhaltende Nachfrage nach Beschleunigerchips und Softwarelösungen spiegelt sich auch im Kursverlauf wider. Nach den Kursgewinnen zum Wochenausklang bewegt sich das Papier nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch von 211,00 €.
Zusätzlichen Rückhalt liefert die Kapitalallokation des Konzerns. Am 28. September hatte der Verwaltungsrat eine Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms um 150 Milliarden $ beschlossen. Die verbleibende Autorisierung für Rückkäufe erhöhte sich damit auf insgesamt 235 Milliarden $.
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