Nvidia hat vor wenigen Tagen zwei neue Computer aus seiner Jetson-Familie vorgestellt: den T3000 und den T2000. Beide sind so klein wie ein Taschenbuch, verbrauchen wenig Strom und bringen dennoch genug Rechenleistung mit, um anspruchsvolle KI-Anwendungen direkt vor Ort – also ohne Verbindung zu einem entfernten Rechenzentrum – laufen zu lassen. Sie richten sich an Hersteller von Robotern, Industriemaschinen und anderen smarten Geräten.
Nvidia-Aktie: Klein, aber leistungsstark – was die neuen Chips können
Der T3000 ist die stärkere Variante und basiert auf Nvidias aktueller Blackwell-Chip-Generation. Er schafft 865 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde bei einem Energieverbrauch, der weniger als halb so hoch ist wie beim bisherigen Spitzenmodell. Das macht ihn auch wirtschaftlich attraktiver – gerade angesichts derzeit hoher Speicherpreise. Der kleinere T2000 ist für einfachere Aufgaben gedacht und liefert mit 400 Billionen Operationen dennoch erhebliche Leistung für Roboter und smarte Kameras.
Beide Module sind kompatibel mit Nvidias gesamter KI-Softwarepalette, einschließlich des Weltmodells Cosmos 3 – einem neuen, kompakten KI-Modell, das Robotern hilft, ihre Umgebung zu verstehen, in Echtzeit darüber nachzudenken und eigenständig zu handeln. Es kann in etwa einem Tag auf einen bestimmten Robotertyp oder spezifische Sensoren angepasst werden.
Nvidia-Aktie: Wer baut bereits auf der neuen Plattform?
Führende Robotik-Konzerne wie Amazon Robotics, Boston Dynamics, Fanuc und Hitachi setzen bereits auf Nvidias Jetson-Thor-Plattform. Durch neue Software-Werkzeuge konnten Hersteller wie UBTech und Agile Robots laut Nvidia ihren Speicherbedarf um bis zu 15 Gigabyte senken. Dadurch können sie günstigere Hardware einsetzen, ohne Rechenleistung einzubüßen.
Die Module sind ab dem ersten Quartal 2027 erhältlich. Die KI-gestützte Robotik gilt als Mega-Markt der Zukunft. Nvidia sichert sich damit also Zugriff auf gigantisches Wachstumspotenzial.
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