Die Aktie von Nvidia steht nach der jährlichen Technologiekonferenz GTC im Fokus der Analysten. Das Unternehmen stellte dort neue Produkte und Partnerschaften vor, die seine Position im Bereich der KI-Inferenz festigen sollen. Mehrere Investmenthäuser äußerten sich positiv zur strategischen Ausrichtung des Chipherstellers.
Analyst Stacy Rasgon von Bernstein behielt seine Outperform-Einschätzung mit einem Kursziel von 300 Dollar bei. Er betonte, dass die Produktpalette von Nvidia solide aussehe und die technologische Lücke zu Wettbewerbern weiter wachse. Besonders bemerkenswert erscheint ihm die Bewertung: Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 15 für das Geschäftsjahr 2026/27 sei die Aktie angesichts der Marktposition fast absurd günstig bewertet.
Umsatzziel könnte deutlich übertroffen werden
Nvidia kündigte auf der Konferenz am Montag eine Umsatzchance von einer Billion Dollar bis 2027 an. CFO Colette Kress präzisierte gegenüber Bernstein, dass diese Zahl ausschließlich die Produktlinien Blackwell und Rubin sowie die zugehörige Netzwerktechnik umfasse. Andere Angebote wie die neuen Groq-LPU-Chips, CPX oder CPU-Racks seien darin nicht enthalten.
Rasgon und sein Team vermuten daher, dass die tatsächlichen Umsätze im Rechenzentrumsgeschäft deutlich über der Billion-Dollar-Marke liegen dürften. Die bereits für 2027 implizierten 500 Milliarden Dollar überträfen bereits die Konsensschätzung von 438 Milliarden Dollar. Die Analysten von Citi unter Leitung von Atif Malik teilten diese Einschätzung und verwiesen auf Lieferzeiten von neun bis zwölf Monaten, die weitere Aufwärtskorrekturen der Prognosen ermöglichen könnten.
Nvidia Aktie Chart
Plattformstrategie erschwert Wettbewerb zunehmend
Bernstein hebt hervor, dass Nvidia seinen Plattformansatz konsequent ausbaut. Das Unternehmen entwickelt parallel Software und Hardware über mehrere Produktkategorien hinweg: Grafikprozessoren, zentrale Prozessoren, Datenverarbeitungseinheiten und nun auch Language Processing Units. Die Integration der Groq-Technologie in die Rubin-Plattform soll laut Citi einen 35-fach höheren Durchsatz ermöglichen und Nvidia bessere Chancen bei schnellen Inference-Anwendungen verschaffen.
Joseph Moore von Morgan Stanley, der Nvidia als Top-Pick unter Halbleiteraktien führt, betonte die Kostenführerschaft pro Token. Diese werde sich mit der Rubin-Generation weiter verbessern. Rasgon stellte die Frage, wie Wettbewerber angesichts dieser umfassenden Strategie überhaupt konkurrieren könnten.
Anleger dürften nun beobachten, wie schnell sich die angekündigten Produkte in tatsächliche Aufträge übersetzen. Die positive Resonanz der Analysten spiegelt Zuversicht wider, lässt aber auch Raum für die Frage, welche Herausforderungen bei der Umsetzung dieser ambitionierten Roadmap entstehen könnten.
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