In Armenien ist eine neue große KI-Fabrik von Firebird offiziell gestartet. Die Anlage in Hrazdan wird mit Rechenleistung von Nvidia und Hochleistungsservern von Dell Technologies betrieben und soll zum wichtigsten KI-Rechenzentrum der Region werden.
Nvidia sieht solche KI-Fabriken als zentrale Infrastruktur für die nächste Phase der künstlichen Intelligenz, weil sie die notwendige Rechenleistung für das Training, die Weiterentwicklung und den Betrieb von KI-Modellen bereitstellen.
Nvidia-Aktie: Mehr als 70.000 KI-Chips geplant
Firebird plant, bis Ende 2027 mehr als 70.000 Nvidia-GPUs der Generationen Blackwell und Rubin in Armenien zu installieren. Dafür soll eine Rechenkapazität von rund 300 Megawatt entstehen. Das Projekt ist Teil einer noch größeren Strategie: Firebird plant gemeinsam mit Nvidia den Aufbau von KI-Infrastruktur mit einer Leistung von insgesamt rund 2 Gigawatt in Armenien, Kasachstan und weiteren Märkten.
Für Nvidia ist das Projekt deshalb interessant, weil das Unternehmen nicht nur seine Chips liefert, sondern zunehmend die komplette technische Grundlage für KI-Rechenzentren anbietet. Firebird setzt dabei auf die Nvidia-DSX-Plattform, die Rechenleistung, Netzwerk, Stromversorgung und Kühlung als Gesamtsystem zusammenführt. Nach Angaben von Nvidia können dadurch auf derselben Fläche bis zu 40 Prozent mehr GPUs betrieben werden.
Nvidia-Aktie: KI-Infrastruktur wird zum globalen Geschäft
Nvidia will zudem selbst in Firebird investieren. Zuvor hatte bereits CoreWeave eine Beteiligung angekündigt. Damit stärkt Nvidia seine Verbindung zu einem Betreiber, der KI-Rechenzentren gezielt in neuen und bislang weniger erschlossenen Märkten aufbaut. Erste Nachfrage kommt unter anderem von Perplexity, das die Infrastruktur für seine KI-Anwendungen nutzen will.
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